Liebe
Zahns
Hans-Hermann
Solveig
Freundeskreis
Aphorismen
Anekdoten
Bücher
Denken
Garten
Glück
Information
Kinder
Kriegskunst
Liebe
Logik
Musik
Organisation
Paddeln
Philosophie
Politik
Recht
Schwertkunst
Sprache
Staat
Tee
Vermischtes
Wildnis
Zeit
Fotografie
Neuigkeiten
Gästebuch

Das Hohelied der Liebe

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte;

wenn ich alle Glaubenskraft besässe und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts!

und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.

Die Liebe ist langmütig,
die Liebe ist gütig.
Sie ereifert sich nicht,
Sie prahlt nicht.
Sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig,
sucht nicht ihren Vorteil,
lässt sich nicht zum Zorn reizen,
trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht,
sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles,
glaubt alles,
hofft alles,
hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf.

Für jetzt bleiben Glaube, Liebe, Hoffnung - diese drei;
Doch am grössten unter Ihnen ist die Liebe.

(1. Korinther 13)

Ich kenne keinen sichereren Weg der Erkundung des Göttlichen als den durch Erfahrung der totalen Liebe. (George Spencer-Brown)

Liebe ist die älteste Sprache der Welt,
Liebe ist das Höchste, was die Menschen geschaffen haben,
Liebe ist wirkliches Wissen,
Liebe macht frei.

(Swami Rama)

Für junge Männer ist die Frau eine Geliebte, später Weggefährtin, am Ende Krankenschwester. (Francis Bacon)


Du schlank und rein wie eine flamme
Du wie der morgen zart und licht
Du blühend reis vom edlen stamme
Du wie ein quell geheim und schlicht

Begleitest mich auf sonnigen matten
Umschauerst mich im abendrauch
Erleuchtest meinen weg im schatten
Du kühler wind du heisser hauch

Du bist mein wunsch und mein gedanke
Ich atme dich mit jeder luft
Ich schlürfe dich mit jedem tranke
Ich küsse dich mit jedem duft

Du blühend reis vom edlen stamme
Du wie ein quell geheim und schlicht
Du schlank und rein wie eine flamme
Du wie der morgen zart und licht.

(Stefan George)

Die Vollkommenheiten dessen, den wir lieben, sind keine Fiktionen der Liebe. Lieben ist im Gegenteil das Privileg, eine Vollkommenheit zu bemerken, die anderen Augen unsichtbar bleibt. (Nicólas Gómez Dávila)

Die intelligente Liebe wird nicht geboren, solange die Begeisterung nicht stirbt. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Liebe unschuldig? Vielleicht wie eine hungrige Raubkatze! (Nicólas Gómez Dávila)

Nur unter Freunden gibt es keine Rangstufen. (Nicólas Gómez Dávila)

Unser eigenes Kreuz drückt uns weniger als jenes, das zu tragen wir dem, den wir lieben, nicht helfen können. (Nicólas Gómez Dávila)

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir ungefragt weggehen und Abschied nehmen müssen. (Albert Schweizer)

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exupéry)

Zähme mich! …Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt. (Antoine de Saint-Exupéry)

Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. (Antoine de Saint-Exupéry)


Eine kleine Schar zieht stille bahnen
Stolz entfernt vom wirkenden getriebe
Und als losung steht auf ihren fahnen:
Hellas ewig unsere liebe.

(Stefan George)

Im windes-weben
War meine frage
Nur träumerei.
Nur lächeln war
Was du gegeben.
Aus nasser nacht
ein glanz entfacht -
Nun drängt der mai.
Nun muss ich gar
Um dein aug und haar
Alle tage
in sehnen leben.

(Stefan George)

Die Männer heiraten, weil sie müde sind, die Frauen, weil sie neugierig sind. Beide werden enttäuscht. (Oscar Wilde)

Wer nicht die Frauen hinter sich hat, bringt es in der Welt zu keinem Erfolg. (Oscar Wilde)

Ich bin offen gesagt, kein Freund langer Verlöbnisse. Sie geben den Brautleuten Gelegenheit. ihren Charakter schon vor der Hochzeit zu entdecken, was wie ich meine, niemals ratsam ist. (Oscar Wilde)

Eigenliebe ist der Beginn einer lebenslangen Romanze. (Oscar Wilde)

Wenn wir Männer die Frau bekämen, die wir verdienen, könnte uns nichts Schlimmeres passieren. (Oscar Wilde)

Ein Mann kann mit jeder Frau glücklich werden, solange er sie nicht liebt. (Oscar Wilde)

Gegenüber sehr attraktiven Frauen ist meist der Mann der Schutzbedürftige. (Oscar Wilde)

Kein Mann sollte ein Geheimnis vor seiner Frau haben. Sie wird es in jedem Falle herausfinden. (Oscar Wilde)

Freundschaft ist weit tragischer als Liebe. Sie dauert länger. (Oscar Wilde)

Wer eine gute, verständige und schöne Frau sucht, sucht nicht eine, sondern drei. (Oscar Wilde).

Die schönsten Kleidungsstücke für eine Frau sind die Arme des Mannes, der sie liebt. (Yves Saint Laurent)

Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten. (Wilhelm Busch)

Die Erfahrung lehrt uns, dass Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt. (Antoine de Saint-Exupéry)

Wenn man jemanden liebt, hat man nicht den Wunsch, ihn zu beeinflussen; denn wenn einem das gelänge, wäre er nicht mehr derselbe. (Francois Truffaut

Richtig verheiratet ist der Mann erst dann, wenn er jedes Wort versteht, das seine Frau nicht gesagt hat. (Alfred Hitchcock)

Darin besteht die Liebe: Dass sich zwei Einsame beschützen und berühren und miteinander reden. (Rainer Maria Rilke)

Die Bedeutung des Heiratens ist die, dass zwei Menschen so süchtig nacheinander werden, dass sie getrennt nicht glücklich, oder überhaupt nicht, leben können. Die jeweils gleichermaßen starke Sucht nach dem anderen ist ihre völlige Sicherheit, und jede erneuert und verdoppelt die Stärke der anderen durch einen ekstatischen Austausch von Vorteilen, der so lange währt, wie beide leben. (George Spencer-Brown)

Wenn sich zwei (Menschen) wirklich finden, dann wissen sie das, und dann öffnet sich der Himmel, um sie wieder zu empfangen.
Du fühlst dich wie ein Instrument, das endlich gestimmt worden ist. (George Spencer-Brown)

Liebe ist Annehmen. Sie ist die höchste Disziplin auf Erden. In der Liebe befreien sich zwei Menschen. In dem, was für Liebe gehalten wird, binden sie sich aneinander. (George Spencer-Brown)

Verheirate Himmel und Erde und Stärke entsteht daraus. Wir verlieren nicht von unsrer Menschlichkeit, wenn wir uns unserer Göttlichkeit bewusst werden. (George Spencer-Brown)

Es ist was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

(Erich Fried)

Lieben heißt das Rechnen verlernen:

Eins plus Eins gleich Eins
Eins minus Eins gleich Zwei
Eins mal Eins gleich Unendlich
Eins durch Eins gleich Glücklich.

(Robert Gernhardt)

Liebe ist die stärkste Macht der Welt, und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann (Mahatma Gandhi).

Das Geschenk der Liebe kann man nicht geben. Es wartet darauf, angenommen zu werden. (Rabindranath Tagore)

Macht können wir durch Wissen erlangen, aber zur Vollendung gelangen wir nur durch Liebe. (Rabindranath Tagore)

Nur in der Liebe sind Einheit und Zweiheit nicht im Widerspruch (Rabindranath Tagore)

In notwenigen Dingen: Die Einheit.
In fraglichen Dingen: Die Freiheit.
In allen Dingen: Die Liebe.

(Rabindranath Tagore)

Du bist ins Leere entschwunden, aber im Blau des Himmels hast du eine unfassbare Spur zurückgelassen, im Wehen des Windes unter Schatten ein unsichtbares Bild. (Rabindranath Tagore)

Man lernt nur von dem, den man liebt. (Johann Wolfgang von Goethe

Am Anfang gehören alle Gedanken der Liebe. Später gehört dann alle Liebe den Gedanken. (Albert Einstein)

Frauen sind die Juwelen der Schöpfung, man muss sie mit Fassung tragen. (Heinz Erhardt)

Die Liebe ist stumm, nur Poesie kann für sie sprechen. (Novalis)

Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse. (Friedrich Nietzsche)

Eine gute Ehe beruht auf dem Talent zur Freundschaft. (Friedrich Nietzsche)

Du bist wie eine Blume

Du bist wie eine Blume,
So hold und schön und rein;
Ich schau dich an, und Wehmut
Schleicht mir ins Herz hinein.
 
Mir ist, als ob ich die Hände
Aufs Haupt dir legen sollt,
Betend, dass Gott dich erhalte
So rein und schön und hold.

(Heinrich Heine)

In den Personen, die wir lieben, ruht, durch uns ihnen fest verhaftet, ein bestimmter Traum, den wir nicht immer heraus erkennen, den wir aber verfolgen. (Marcel Proust)

Je weiter das Verlangen fortschreitet, desto weiter entfernt sich der wirkliche Besitz, und wenn das Glück - oder wenigstens Leidlosigkeit - gefunden werden kann, muss man nicht die Befriedigung, sondern die progressive Minderung und das endliche Erlöschen des Verlangens suchen. (Marcel Proust)

Omnia vincit amor. Die Liebe besiegt alles. (Vergil)

Incipe, parve puer, risu cognoscere matrem.
Knäblein auf, und erkenn' am Lächeln die Mutter!
(Vergil)

Man liest eben Zeitungen, wie man liebt: mit verbundenen Augen. Man versucht den Dingen nicht auf den Grund zu gehen. Man hört die süßen Reden des Chefredakteurs mit an, wie man den Worten seiner Geliebten lauscht. (Marcel Proust)

Meine Liebe aber sah damit den einzigen Feind vor sich, von dem sie besiegt werden konnte: das Vergessen; und sie begann zu zittern wie ein Löwe, der in dem Käfig, in den man ihn gesperrt hat, plötzlich die Pythonschlange erblickt, die ihn verschlingen wird. (Marcel Proust)

Unser Glaube, dass ein Wesen an einem unbekannten Leben teilhat, in das ihre Liebe uns mit hineintragen würde, ist unter allem, was die Liebe zu ihrer Entstehung braucht, das Bedeutungsvollste, demgegenüber alles andere nur noch wenig ins Gewicht fällt. (Marcel Proust)

Im Übrigen gilt für alle Ereignisse, die im Leben und in seinen widerspruchsvollen Situationen sich auf die Liebe beziehen, dass man sie am besten gar nicht zu verstehen versucht, da sie in allem, was sie an Unerbittlichkeit und Unverhofftem an sich haben, eher magischen als rationalen Gesetzen zu unterstehen scheinen. (Marcel Proust)

Lieben verstärkt die Fähigkeit, zu unterscheiden und zu differenzieren. (Marcel Proust)

Die Eigenliebe ist ein Derivat der Liebe, das Verlangen nämlich, vor sich selbst und vor anderen von dem Wesen, das man so sehr liebt, wiedergeliebt zu werden. (Marcel Proust)

Die Liebe und der Schmerz haben wie der Rausch die Macht, die Dinge für uns stärker zu differenzieren. (Marcel Proust)

Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und Treue zu Menschen und Dingen. (Albert Einstein)

Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer. (Konfuzius)

Zwei Segel

Zwei Segel erhellend
Die tiefblaue Bucht!
Zwei Segel sich schwellend
Zu ruhiger Flucht!

Wie eins in den Winden
Sich wölbt und bewegt,
Wird auch das Empfinden
Des andern erregt.

Begehrt eins zu hasten,
Das andre geht schnell,
Verlangt eins zu rasten,
Ruht auch sein Gesell.

(Conrad Ferdinand Meyer)

Der Besitz vom dem, was man liebt, ist eine noch größere Freude, als die Liebe selbst. (Marcel Proust)

Man hat in der Liebe nicht wie im gewöhnlichen Leben nur die Zukunft zu fürchten, sondern sogar die Vergangenheit, die oft erst nach der Zukunft Gestalt annimmt. (Marcel Proust)

Die Eifersucht ist oft nur ein ruheloses Bedürfnis der Tyrannei im Bereich der Liebesdinge. (Marcel Proust)

Man liebt nur, was man noch nicht vollkommen besitzt. (Marcel Proust)

Lassen wir die hübschen Frauen den Männern, die über keine Phantasie verfügen! (Marcel Proust)

Man liebt auf ein Lächeln, einen Blick, eine Schulter hin. Das genügt. (Marcel Proust)

Man liest die Zeitungen wie man liebt: mit verbundenen Augen. (Marcel Proust)

Dem Wesen, das wir am meisten geliebt haben, sind wir doch nicht so treu wie uns selbst, wir vergessen es früher oder später, um von neuem lieben zu können. (Marcel Proust)

Die Erinnerung an die Liebe hilft, den Tod nicht mehr zu fürchten. (Marcel Proust).

Das Herz hat seine Gründe, die die Vernunft überhaupt nicht kennt. (Blaise Pascal)

Rastlose Liebe

Dem Schnee, dem Regen,
dem Wind entgegen,
im Dampf der Klüfte,
durch Nebeldüfte,
immer zu! Immer zu!
Ohne Rast und Ruh!

Lieber durch Leiden
möcht' ich mich schlagen,
also so viel Freuden
des Lebens ertragen.

Alle das Neigen
von Herzen zu Herzen,
ach, wie so eigen
schaffet das Schmerzen!

Wie - soll ich fliehen?
Wälderwärts ziehen?
Alles vergebens!
Krone des Lebens,
Glück ohne Ruh,
Liebe, bist du!

(Johann Wolfgang Goethe)

Prüderie ist eine Art von Geiz, die schlimmste von allen. (Stendhal)

Eine Frau kann mit 19 entzückend sein, mit 29 hinreißend. Aber mit 39 ist sie absolut unwiderstehlich. Und älter als 39 wird keine Frau, die einmal unwiderstehlich war. (Coco Chanel)

In der Kunst wie im Leben ist alles möglich, wenn es auf Liebe gegründet ist. (Marc Chagall)

Die wirkliche Liebe beginnt, wo keine Gegengabe mehr erwartet wird. (Antoine de Saint-Exupéry)

Liebe kann man erbetteln, erkaufen, geschenkt bekommen, auf der Gasse finden, aber rauben kann man sie nicht. (Hermann Hesse)

Kunstwerke sind von einer unendlichen Einsamkeit und von nicht so wenig geschätzt wie von der Kritik. Nur Liebe kann sie erfassen und halten und gerecht gegen sie sein. (Rainer Maria Rilke)

Liebe ist alogisch, und wir kämpfen gegen sie an, aber sie ist stärker als unsere Logik, und das ist ihr Zauber . (Eduard von Keyserling)

Nicht auf ein vorteilhaftes Auftreten kommt es vor allem an, sondern auf die wirkliche Liebe zum Beruf, und die aus ihr erfließende unerschütterliche Haltung. (Heimito von Doderer)

Sie dürfte damals den Höhepunkt ihrer Schönheit erreicht haben, freischwebende, ganz vom Dochte gelöste Flamme, rauchlose reine Glut. (Heimito von Doderer)

Sobald sich Gefühle in festen Begriffen ausdrücken lassen, hat ihre Stunde geschlagen. (Paul Valéry)

Weich ist stärker als hart, Wasser stärker als Fels, Liebe stärker als Gewalt. (Hermann Hesse)

Wie sind die Tage…

Wie sind die Tage schwer!
An keinem Feuer kann ich erwarmen,
Keine Sonne lacht mir mehr,
Ist alles leer,
Ist alles kalt und ohne Erbarmen,
Und auch die lieben klaren
Sterne schauen mich trostlos an,
Seit ich im Herzen erfahren,
dass Liebe sterben kann.

 (Hermann Hesse)

Wollust

Nichts als strömen, nichts als brennen,
Blindlings in das Feuer rennen,
Hingerissen, hingegeben
Der unendlichen Flamme: Leben!
Plötzlich aber, bang durchzittert,
Sehnt aus dem unendlichen Glück
Angstvoll sich das Herz zurück,
Das den Tod im Lieben wittert.

(Hermann Hesse)

Die Liebe scheint mir von allem die Hauptsache zu sein. Die Welt zu durchschauen, sie zu erklären, sie zu verachten, mag großer Denker Sache sein. Mir aber liegt einzig daran, die Welt lieben zu können, sie nicht zu verachten, sie und mich nicht zu hassen, sie und mich und alle Wesen mit Liebe und Bewunderung und Ehrfurcht betrachten zu können. (Hermann Hesse)

Liebe muss nicht bitten auch nicht fordern. Liebe muss die Kraft haben, in sich selbst zur Gewissheit zu kommen. Dann wird sie nicht mehr gezogen, sondern zieht. ... Ich will keine Geschenke geben, sondern gewonnen werden. (Hermann Hesse, Demian)

Er hatte geliebt und dabei sich selbst gefunden. Die meisten aber lieben, um sich dabei zu verlieren. (Hermann Hesse, Demian)

Wie dumm war das gewesen, Worte waren in der Liebe entbehrlich, er hätte schweigen sollen. (Hermann Hesse, Narziß und Goldmund)

Die Liebe weiss nichts von Scham. (Hermann Hesse, Narziß und Goldmund)

Liebe und Pflicht sind Nothütten. Man kann darin eine Nacht verweilen, aber nicht dauernd darin wohnen, sonst stellen die, die uns zusehen, zu große Ansprüche an uns. Die höchsten Menschen der alten Zeit benützten die Liebe als Pfad und die Pflicht als Herberge, um zu wandern im Raum freier Muße. (Dschuang Dsi)

Liebe ist der höchste göttliche Adel und der Menschen friedliches Heim. (Mong Dsi)

In der Freundschaft zählen nicht Alter, weder Rang noch Verwandtschaft und Beziehung. Wer einen Freund sucht, sucht den Charakter. (Mong Dsi)

Wo ist unserere Heimat? In der Liebe. Was ist unser Weg? Die Pflicht. (Mong Dsi)

Die drei Schätze

Alle Welt sagt, mein »SINN« sei zwar großartig,
aber er scheine für die Wirklichkeit nicht geschickt.
Aber gerade das ist ja seine Größe,
daß er für die Wirklichkeit nicht geschickt erscheint.
Denn die Geschicklichkeit führt auf die Dauer zu Kleinlichkeit.
Ich habe drei Schätze,
die ich schätze und hüte:
Der eine ist die Liebe,
der zweite ist die Genügsamkeit,
der dritte ist die Demut.
Die Liebe macht, daß man mutig sein kann,
die Genügsamkeit macht, daß man weitherzig sein kann,
die Demut macht, daß man fähig wird zu herrschen.
Heutzutage ist man mutig unter Preisgabe der Liebe,
weitherzig unter Preisgabe der Genügsamkeit,
den andern voran unter Preisgabe der Demut:
das ist der Tod.
Denn die Liebe siegt im Kampfe,
ist fest in der Verteidigung.
Wen der Himmel retten will,
den schützt er durch die Liebe.

(Laotse)

 

Freudvoll und Leidvoll

Freudvoll
Und leidvoll,
Gedankenvoll sein,
Hangen
Und bangen
in schwebender Pein,
Himmelhoch jauchzend,
zum Tode betrübt -
Glücklich allein
Ist die Seele, die liebt.


(Johann Wolfgang von Goethe)
 

Leise zieht durch mein Gemüt

Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied.
Kling hinaus ins Weite.

Kling hinaus, bis an das Haus,
Wo die Blumen sprießen.
Wenn du eine Rose schaust,
Sag, ich lass sie grüßen.

(Heinrich Heine)
 


Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.

(Rainer Maria Rilke)
 

 

Es gibt keine Liebe ohne Erinnerung, keine Erinnerung ohne Kultur, keine Kultur ohne Liebe. Deshalb ist jedes Gedicht ein Faktum der Kultur wie ein Akt der Liebe und ein Blitzlicht der Erinnerung, und ich würde anfügen – des Glaubens. (Joseph Brodksy)

 

Dieselbe

Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiss, was ich leide!
Allein und abgetrennt
Von aller Freude,
Seh ich ans Firmament
Nach jener Seite.
Ach! der mich liebt und kennt,
Ist in der Weite.

Es schwindelt mir, es brennt.
Mein Eingeweide.
Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiss, was ich leide!

(Johann Wolfgang von Goethe)
 

 

Gar manches Herz verschwebt im Allgemeinen,
doch widmet sich der Edelste dem einen.

(Johann Wolfgang von Goethe)
 

 

Selige Sehnsucht

Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend'ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.

In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt die fremde Fühlung
Wenn die stille Kerze leuchtet.

Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsterniss Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.

Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt,

Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

(Johann Wolfgang von Goethe)
 

Dem Liebenden geht es jederzeit und allerorten um alles. (Albert Paris Gütersloh)

Sichselbstzuvorkommen, um dann ein Leben lang es einzuholen, heißt ja Lieben. (Albert Paris Gütersloh)

Je tiefer sie weiß, ihr Objekt verfehlt zu haben, umso leidenschaftlicher steigert sich die Liebe. (Botho Strauss)

Wenn die Liebe zur Leidenschaft wird, verursacht sie Schmerzen wie alles, was über sein Maß hinauswächst und stöhnt unter dem Druck der eigenen Last. (Teixeira de Pascoaes)

 

Freiheit, Liebe

Freiheit, Liebe!
Die beiden brauche ich.
Für meine Liebe opfere ich
Das Leben,
Für die Freiheit opfere ich
Meine Liebe.

(Sándor Petöfi)
 

 

Le rebelle

Un ange furieux fond du ciel comme un aigle,
Du mécréant saisit à plein poing les cheveux,
Et dit, le secouant : „Tu connaîtras la règle!“
(Car je suis ton bon Ange, entends-tu ?) Je le veux!

Sache qu'il faut aimer, sans faire la grimace,
Le pauvre, le méchant, le tortu, l'hébété,
Pour que tu puisses faire, à Jésus, quand il passe,
Un tapis triomphal avec ta charité.


Der Rebell

Ein zürnender Engel schießt vom Himmel herab wie ein Adler,
Des Ungläubigen Haare ergreift er mit beiden Fäusten.
Und Ihn schüttelnd sagt er: „Die Regel sollst Du kennen!
(Denn dein guter Engel bin ich, vernimmst Du?) Ich will es!

Wisse, daß man lieben muß, ohne zu murren,
Den Armen, den Bösen, den Gekrümmten und Stumpfen,
Dass, wenn Jesus an dir vorüberschreitet,
Aus deinem Mitleid einen triumphalen Teppich du ihm bereitest.“

(Charles Baudelaire)
 

 


[Anekdoten][Bücher] [Denken] [Garten] [Glück] [Information] [Kinder] [Kriegskunst]


[Logik] [Liebe] [Musik] [Organisation] [Paddeln] [Philosophie] [Politik] [Recht]


[Schwertkunst] [Sprache] [Staat] [Tee] [Vermischtes] [Wildnis] [Zeit]

 

[Zahns] [Hans-Hermann] [Solveig] [Freundeskreis] [Aphorismen] [Fotografie] [Neuigkeiten] [Gästebuch]