Philosophie
Zahns
Hans-Hermann
Solveig
Freundeskreis
Aphorismen
Anekdoten
Bücher
Denken
Garten
Glück
Information
Kinder
Kriegskunst
Liebe
Logik
Musik
Organisation
Paddeln
Philosophie
Politik
Recht
Schwertkunst
Sprache
Staat
Tee
Vermischtes
Wildnis
Zeit
Fotografie
Neuigkeiten
Gästebuch

Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt. (Odo Marquard)

Erfahrung ist das Dementi der Erwartung durch das Veto einer Realität. (Odo Marquard)

Leben ist immer lebensgefährlich. (Erich Kästner)

Die Entlastung vom Negativen verführt zur Negativierung des Entlastenden. (Odo Marquard)

Die Beliebtheit der Utopie bei Intellektuellen ist leicht erklärbar. Sie wird nie durch Argumente widerlegt oder dank Realisierung banal. (Johannes Gross)

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschliessung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung. (Immanuel Kant)

Alles sollte so einfach wie möglich gemacht werden - aber nicht einfacher. (Albert Einstein)

Tradition gilt nicht wegen ihrer erwiesenen Richtigkeit, sondern wegen der Unmöglichkeit, ohne sie auszukommen. (Hermann Lübbe)

Zukunft braucht Herkunft. (Odo Marquard)

Wir können nur tun, indem wir das meiste lassen. (Odo Marquard)

Gut geirrt ist halb erkannt. (Odo Marquard)

Skepsis ist der Sinn für Gewaltenteilung: bis hin zur Teilung auch noch jener Gewalten, die Überzeugungen sind. Pluralismus ist eine Form der Gewaltenteilung. (Odo Marquard)

Vernunft: der Verzicht auf die Anstrengung, dumm zu bleiben. (Odo Marquard)

Werde, der du bist. (Sokrates)

Die Absicht verhindert die Sicht. (Ernst Jünger)

Der Philosoph ist nicht der Experte, sondern der Stuntman des Experten: Seine Double fürs Gefährliche. (Odo Marquard)

Der Gleichgemachte ist moralisch ruiniert. (Ernst Jünger)

Was wir nicht wollen, wissen wir viel eher, als was wir wollen. (Hans Jonas)

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom Anderen zu unterscheiden. (Friedrich Christoph Oetinger)

Beim Läuten der Glocken:

Das Schöne bewundern,
Das Wahre behüten,
Das Edle verehren,
Das Gute beschliessen
Es führet den Menschen
Im Leben zu Zielen,
Im Handeln zum Rechten,
Im Fühlen zum Frieden,
Im Denken zum Lichte;
Und lehrt ihn vertrauen
Auf göttliches Walten
in allem was ist:
Im Weltenall,
Im Seelengrund.

(Rudolf Steiner)

Wissen ohne Erkenntnis führt zu Handeln ohne Verantwortung (Rudolf Steiner)

Das grösste Risiko auf Erden laufen die Menschen, die nie das kleinste Risiko eingehen wollen (Bertrand Russell)

Auf das menschliche Gedächtnis ist kein Verlass. Leider auch nicht auf die Vergesslichkeit. (Stanislaw Jerzey Lec)

Sein Herz stieg ihm zu Kopf. (Stanislaw Jerzey Lec)

Wenn überhaupt keine Winde wehen - hat sogar der Wetterhahn auf dem Kirchturm Charakter. (Stanislaw Jerzey Lec)

Die Konflikte sind vieldeutig, während die Fragestellung eindeutig ist. (Ernst Jünger)

Die Durchsetzungsfähigkeit einer Idee ist ebensosehr in ihrer Fähigkeit begründet, zeitgenössisches Denken zu durchbrechen wie darin, beherrschend für nachfolgende Bewegungen zu werden. (Kakuzo Okahura)

Sage mir worauf du achtest, und ich sage dir, wer du bist. (José Ortega y Gasset)

Ein Prophet kann nur aus der Zivilisation kommen, aber jeder Prophet muss in die Wüste gehen. Zunächst muss er eine komplexe Gesellschaft und alles, was sie zu bieten vermag, auf sich einwirken lassen, aber dann muss er eine gewisse Zeit in Einsamkeit und Meditation verbringen. (Winston S. Churchill)

Ein Tropfen Güte ist mehr als ein Fass Wissen (Friedrich Georg Jünger)

Incompetence spawns scary adventures. Knowledge and judgment memorable experiences. (Vihjalmur Steffanson)

Ein Mensch kann viel ertragen, solange er sich selbst ertragen kann. (Axel Munthe)

Gehört heisst noch nicht verstanden,
verstanden heisst noch nicht einverstanden,
einverstanden heisst noch nicht getan,
einmal getan heisst noch nicht immer getan.

(Konrad Lorenz)

Wenn wir nicht länger in der Lage sind, eine Situation zu ändern, sind wir gefordert, uns selbst zu ändern. (Viktor Emil Frankl)

Im Endeffekt ist nichts phantastischer als die Genauigkeit. (Alain Robbe-Grillet)

Das Schöne entsteht immer in einer Grenzsituation – Sicherheit und Schönheit widersprechen sich – nur die Risikobereitschaft erlaubt uns, den Hauch des Schönen zu erleben, zu berühren. (Nikolaus Harnoncourt)

Warum entfliehst du deine Wohnstadt und ziehst in kältere oder wärmere Länder? Ach, du entfliehst dir selber nie. Was Sorgen zerstreut, ist Weisheit und Ruhe, nicht die schöne Aussicht nach Hügeln und Meeren. (Horaz)

Die Vormoderne wusste, dass sie glaubte. Die Moderne glaubte, dass sie wusste. Und die Postmoderne glaubt, dass sie an nichts mehr glaubt. (Guillaume Paoli)

Die Abwesenheit des Mythos ist der Mythos von heute. (Guillaume Paoli)

Früher haben die Menschen an den Fortschritt geglaubt, heute wissen wir, dass es keinen Fortschritt gibt. Das ist ein Fortschritt. (unbekannt)

Der Spaßterrorismus hat uns unserer Langeweile beraubt. (Guillaume Paoli)

Meistens ist das, was wir Realität nennen, bloss Gewohnheit. (Robert Musil)

Es ist schwer erkennbar, wer freiwillig mit dem Strom schwimmt. (Stanislaw Jerzy Lec)

Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen. (Patanjali)

Wer Träume verwirklichen will, muss wacher sein und tiefer träumen als andere. (Karl Foerster)

Geschichte ist die Lüge, auf die die Historiker sich geeinigt haben. (Voltaire)

Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer. (Antoine de Saint-Exupéry)

Es gehört meist mehr Mut dazu, einfach menschlich, statt heldenhaft heroisch zu sein. (Hermann Hesse)

Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll. (Georg Christoph Lichtenberg)

Wir sollten uns nicht so sehr als natürliche Wesen verstehen, sondern als normative, soziale, vernünftige, freie und selbstbewusste Kreaturen, die dazu fähig sind, die Welt, in der sie leben, durch ihr Sprechen und Denken explizit zu machen. (Robert B. Brando)

Es ist ein grosser Unterschied, ob ich etwas weiss, oder ob ich es liebe; ob ich es verstehe, oder ob ich nach ihm strebe. (Francesco Petrarca)

Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte. (Gustav Heinemann)

Gemeinschaft ist nicht die Summe von Interessen, sondern die Summe an Hingabe. (Antoine de Saint-Exupéry)

Raum ist ein Konstrukt. In Wirklichkeit gibt es keinen Raum. Zeit ist ebenso ein Konstrukt. In Wirklichkeit gibt es keine Zeit. In der Ewigkeit gibt es Raum, aber keine Zeit. Im tiefsten Zustand der Ewigkeit gibt es keinen Raum. Dieser ist frei von jeglicher Eigenschaft. (George Spencer-Brown)

In einer qualitätslosen Ordnung heisst eine Unterscheidung zu treffen, sofort alle Dinge im Ansatz zu erschaffen. Daher werden das Erste Ding und mit ihm der Erste Raum, die Erste Existenz und das Erste Wesen explosionsartig zusammen erschaffen. (George Spencer-Brown)

Existenz ist selektive Blindheit. (George Spencer-Brown)

Gewöhnliche, gefesselte menschliche Wesen sind durch einen unbarmherzigen Hass auf jede Erscheinung von Überlegenheit charakterisiert und zerstören diese ohne Gnade und ohne zu prüfen, wo immer sie können. (George Spencer-Brown)

You may look at the world any way you please, through any window you choose. Nor does it always have to be the same window. Naturally how the world appears, what you see and what you miss, and the angle on what you see, depends on which window you are using, but can a window be right or wrong?
A window is a window...... it is perfectly O.K. to try another window if what you see through yours seems meaningless and inadequate. Naturally if you enjoy the view, there is no need to change it. Alternatively, if you come to another window, it may take time to adjust to what you see.

James Keys (George Spencer-Brown)

The universe is constructed in such a manner that it can see itself. (George Spencer-Brown)

Freiheit ist das Leben als Tätigkeit, nämlich als autonomes, selbstbestimmtes Handeln. (Ralf Dahrendorf)

Offene Weite – nichts von heilig! (Bodhidharma)

Schön ist, was wir sehen,
noch schöner, was wir kennen,
am schönsten aber ist, was wir nicht begreifen.

(Niels Stensen - Nicolaus Steno)

Ein Freund sei eine Seele in zwei Körpern - Amicum esse unum animum in duobus corporibus. (Aristoteles)

Fortiter in re; Suaviter in modo.

Genie ist ein Prozent Inspiration und neunundneunzig Prozent Transpiration. (Thomas Alva Edison)

Der “Techniker” vollendet die Zwecke der Natur als die höheren Zwecke des Menschen (Heinrich Popitz)

Helfen und Teilen sind primäre Akte der Solidarität (Heinrich Popitz)
 

Wo der Geist ohne Furcht ist und man das Haupt erhoben trägt,
Wo man das Wissen frei verschenkt,
Wo die Welt nicht durch enge Grenzen zerstückelt wird,
Wo die Worte dem Quellgrund der Wahrheit entspringen,
Wo die Hände in unermüdlichem Streben nach der Vollendung greifen,
Wo der klare Strom der Vernunft nicht im Wüstensand trockner Gewohnheit versiegt,
Wo Du den Geist zu immer edlerem Denken und Handeln bewegst,
In diesem Himmel der Freiheit, o Vater, lasse mein Land erwachen!

(Rabindranath Tagore)

Alle Autorität, die ich besitze, beruht einzig darauf, dass ich weiss, was ich nicht weiss. (Sokrates)

Die Wahrheit ist hart wie ein Diamant und zart wie eine Blüte. (Mahatma Gandhi)

Selbst die geringste Unwahrheit verdirbt den Menschen wie ein Tropfen Gift einen ganzen See verdirbt. (Mahatma Gandhi)

Von guten Mächten

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen
noch drückt uns böser Tage schwere Last,
ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das Du uns geschaffen hast.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern,
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann woll´n wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
die Du in unsere Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen!
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen,
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

(Dietrich Bonhoeffer)

Ambivalenz ist der beste Kompromiss (Karl E. Weick)

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder, als jener, der ohne Ziel herumirrt. (Gotthold Ephraim Lessing)

Dies ist reich des Geistes: abglanz
Meines reiches hof und hain.
Neugestaltet umgeboren
Wird hier jeder: ort der wiege
Heimat bleibt ein Märchenklang.
Durch die sendung durch den segen
Tauscht ihr sippe stand und namen.

(Stefan George)

Gieb mir den grossen feierlichen hauch
Gieb jene glut mir wieder die verjünge
Mit denen einst der kindheit flügelschwünge
Sich hoben zu dem frühsten opferrauch

Ich mag nicht atmen als in deinem duft
Verschliess mich ganz in deinem heiligtume
Von deinem reichen tisch nur eine krume!
So fleh ich heut aus meiner dunklen kluft.

Und Er:was jetzt mein ohr so stürmisch trifft
Sind wünsche die sich unentwirrbar streiten
Gewährung eurer vielen kostbarkeiten
Ist nicht mein amt - und meine ehrengift

Wird nicht im zwang errungen - dies erkenn!
Ich aber bog den arm an seinen knieen
Und aller wachen sehnsucht stimmen schrieen
Ich lasse nicht - du segnetest mich denn.

(Stefan George)

Wenn wir eine Situation nicht ändern können, müssen wir uns selbst ändern. (Viktor Frankl)

Die Flügel gespannt! Die Segel heraus!
Dem Aar gleich des Lebens Meer ich durchsaus -
Lass hinten der Möwen Scharen …
Über Bord mit Vernunft dem schweren Ballast!
Vielleicht wird mein Schiff vom Strudel erfasst –
Doch es ist so herrlich zu fahren.

(Henrik Ibsen; Übertragung von Stefan George)

Nur für verlorene Dinge kann man uneingeschränkt eintreten. (Nicólas Gómez Dávila)

Wenn Gut und Böse, Hässlichkeit und Schönheit nicht Substanz der Dinge sind, beschränkt sich die Wissenschaft auf eine kurze Aussage: Was ist, das ist. (Nicólas Gómez Dávila)

Wir nennen den einen Egoisten, der sich unserem Egoismus nicht opfert. (Nicólas Gómez Dávila)

Fordern wir nicht die Freiheit, um frei zu sein, sondern um mit Würde dem zu dienen, dem wir dienen müssen. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Leistungsfähigkeit des Individuums ist weniger eine Tugend als eine Bedrohung für seine Mitmenschen. (Nicólas Gómez Dávila)

Philosophie ist, was jeden Gedankengang widerlegt, der den Geist bedroht. (Nicólas Gómez Dávila)

Weise ist, wer nichts erstrebt, aber so lebt, als wolle er alles. (Nicólas Gómez Dávila)

Jede Kultur ist die Summe der Absichten, die sie nicht zum Ziel hatten. Planmässiges Produkt einer Absicht zu sein unterscheidet Esperanto vom Griechischen. (Nicólas Gómez Dávila)

Wer schaut, ohne zu bewundern oder zu hassen, hat nichts gesehen. (Nicólas Gómez Dávila)

Der Mensch muss auf vielfältige Art beschäftigt sein. Nichts ist kläglicher als der Müssiggänger, der nicht dazu geboren wurde. Ein müßiggängerisches Leben ohne Langeweile, Stumpfsinn, Grausamkeit ist so bewunderungswürdig wie selten. (Nicólas Gómez Dávila)

Unser Leben beeinflussen ausschliesslich die kleinen Wahrheiten, die winzigen Erleuchtungen. (Nicólas Gómez Dávila)

Der genuin philosophische Akt besteht darin, in jeder Lösung ein Problem zu entdecken. (Nicólas Gómez Dávila)

Kultur ist alles, was die Universität nicht lehren kann. (Nicólas Gómez Dávila)

Es genügt zu sehen, wer uns beleidigt, um uns gerächt zu wissen. (Nicólas Gómez Dávila)

Um zu leben, ist es nicht notwendig, einen Thron zu besetzen. Es genügt, wenn wir wissen, dass wird legitime Kronprätendenten sind. Aber es ist unmöglich, zu leben, wenn wir den Verdacht hegen, dass unsere Ansprüche nicht legitim sind. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Dummheit des Greises hält sich für Weisheit, die des Erwachsenen für Erfahrung und die des Jugendlichen für Genie. (Nicólas Gómez Dávila)

Selbst in der Philosophie verhindert nur der Stil, dass der Text zu einem blossen Dokument wird. (Nicólas Gómez Dávila)

Der Glaube an Gott löst die Probleme nicht, aber er macht sie lächerlich. Die Gelassenheit des Gläubigen ist keine wissenschaftliche Anmassung, sondern vollkommenes Vertrauen. (Nicólas Gómez Dávila)

Weisheit besteht nur darin, weder das Nichts, das der Mensch ist, noch die Schönheit, die manchmal in seinen Händen entsteht, jemals zu vergessen. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Kulturen sind Echo jener seltenen Augenblicke, in denen sich der Mensch nur das zu Eigen macht, was er, wie er fühlt, sich auf ewig zu eigen machen will. (Nicólas Gómez Dávila)

Solange keine Verteidiger der wichtigen Dinge auftreten, haben wir keinen Grund zu fürchten, dass man sie angreift. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Phantasie ist der einzige bewohnbare Platz in der Welt. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Zivilisation ist das Ergebnis bewusster Tätigkeiten. Die Kultur entsteht aus unbewussten Handlungen. Die Zivilisation ist Vorhaben des Intellekts. Die Kultur ist Ausdruck der Seele. (Nicólas Gómez Dávila)

Sowohl Sensibilität ohne Verstand als auch Verstand ohne Sensibilität führen zur Hölle. (Nicólas Gómez Dávila)

Selbst wenn es keine unfehlbaren Rezepte gibt, nicht einmal für das Scheitern, führt jedenfalls der Vorsatz, etwas Ausgezeichnetes zu vollbringen, anstatt das, was wir tun, nur gut tun zu wollen, unfehlbar zum Misserfolg. (Nicólas Gómez Dávila)

Selbst der Teufel scheint den heutigen Menschen verlassen zu haben. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Universitäten sind die Faulkammer der Geisteswissenschaften. (Nicólas Gómez Dávila)

Philosophieren heisst nicht Probleme lösen, sondern sie auf einem bestimmten Niveau leben. (Nicólas Gómez Dávila)

Der Mensch bewundert aufrichtig nur das Unverdiente. Talent, Abstammung, Schönheit. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Geschichte kennt keine Gesetze, die eine Voraussage gestatten würden; aber sie ist in Zusammenhänge eingebunden, die eine Erklärung gestatten; und sie weist Tendenzen auf, die eine Vorahnung gestatten. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Tradition ist die Summe der Werte, die aus dem Prozess hervorgehen, in dem der Geist innerhalb einer historischen Kontinuität erzeugt wird. (Nicólas Gómez Dávila)

Um die Vergnügen in eine Stufenfolge zu bringen, genügt es, darauf zu achten, dass das höhere Vergnügen das niedrigere in Erstauen versetzt, und das niedrigere das höhere in Verdruss. (Nicólas Gómez Dávila)

Was die Kontraktion einiger Muskeln zu einem Lächeln werden lässt, ist, dass sie von unsichtbaren Flügeln gestreift werden. (Nicólas Gómez Dávila)

Das Genie ist gewöhnlich ein erstaunlich inkongruenter Ausdruck seines Volkes. (Nicólas Gómez Dávila)

Der moderne Luxus entwaffnet den Neid. (Nicólas Gómez Dávila)

Ebenso wie der Intellektuelle den Gebildeten irritiert der Heranwachsende den Erwachsenen weniger durch die Kühnheit seiner Einfälle als durch die Trivialität seiner Dreistigkeit. (Nicólas Gómez Dávila)

Gefeiert zu sein ist befriedigend, aber beunruhigend. (Nicólas Gómez Dávila)

Wir dürfen uns nicht einmal das verzeihen, wovon andere uns freisprechen. (Nicólas Gómez Dávila)

Nicht jeder Professor ist dumm, aber jeder Dummkopf ist ein Professor. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Dreistigkeit ist das Kennzeichen jeder aufsteigenden oder absteigenden gesellschaftlichen Klasse. (Nicólas Gómez Dávila)

Niemand ist lächerlich, wenn er das ist, was er ist. So lächerlich das, was er ist, auch sein mag. (Nicólas Gómez Dávila)

Weder Niederlagen noch Unglücksschläge nehmen die Lebenslust. Nur der Verrat löscht sie aus. (Nicólas Gómez Dávila)

Die philosophischen Systeme unterscheidet weniger, wie sie Probleme lösen, sondern wie sie Probleme fliehen. (Nicólas Gómez Dávila)

Jede Sache, die rentabel wird, fällt in gemeine Hände. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Wahrheit lässt sich nicht beweisen; doch der Irrtum verrät sich früher oder später. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Popularität ist dem Mittelmässigen vorbehalten; das Erhabene muss sich mit dem Ruhm begnügen. (Nicólas Gómez Dávila)

Die ungerechte Ungleichheit heilt man nicht mit Gleichheit, sondern mit gerechter Ungleichheit. (Nicólas Gómez Dávila)

Fragen, die unabweisbar mit Freiheit oder Gewissen zu tun haben, entziehen sich der Wissenschaft. (Nicólas Gómez Dávila)

Das technisch Perfekte ist stets unzulänglich. (Nicólas Gómez Dávila)

Der Antrieb für den technischen Fortschritt ist die Dringlichkeit gewesen, eine grössere Tötungseffizienz zu erreichen. (Nicólas Gómez Dávila)

Sklave der Maschine ist weniger der Produzent als der Konsument. (Nicólas Gómez Dávila)

Weder Erfolg noch Scheitern sind für die wahre Berufung von Bedeutung. (Nicólas Gómez Dávila)

Wir sollten uns nur Dingen widmen, die bei einem Zusammenbruch unversehrt bleiben würden. (Nicólas Gómez Dávila)

Edel ist die Gesellschaft, die, um sich zu disziplinieren, nicht darauf wartet, dass die Katastrophen sie disziplinieren. (Nicólas Gómez Dávila)

Guten Geschmack haben heisst, vor allem zu wissen, was wir zurückweisen müssen. (Nicólas Gómez Dávila)

Der Mensch darf niemals vergessen, dass sein Ehrgeiz, selbst wenn ihn der Erfolg krönen sollte, höchstens ein paar edle Ruinen hinterlassen wird. (Nicólas Gómez Dávila)

Der Irrtum kann gewinnen, aber nicht siegen. (Nicólas Gómez Dávila)

Nur einige wenige werden am Ende nicht am Halfter in den Stall geführt. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Freiheit ist das Metall, aus dem die Fußeisen geschmiedet werden. (Nicólas Gómez Dávila)

Die meisten Leute überschätzen sich, selbst wenn sie sich verachten. (Nicólas Gómez Dávila)

Zielen wir hoch, dann gibt es kein Publikum, das beurteilen kann, ob wir getroffen haben. (Nicólas Gómez Dávila)

Wer ohne irgendein Talent geboren wurde, dem sollte man eine wissenschaftliche Karriere anraten. (Nicólas Gómez Dávila)

Menschen ohne Phantasie lassen uns die Seele gefrieren. (Nicólas Gómez Dávila)

Wenn wir einen Augenblick seinen Wert aus den Augen verlieren, löst sich der Gegenstand in Atome auf. (Nicólas Gómez Dávila)

Es schickt sich, einfach zu sein, aber nicht zu vereinfachen. (Nicólas Gómez Dávila)

Für den intelligenten Menschen ist der Glaube das einzige Heilmittel gegen die Angst.

Den Dummkopf kurieren „Vernunft“, „Fortschritt“, Alkohol, Arbeit. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Schwierigkeit jedes moralischen oder sozialen Problems: die beste Lösung liegt nicht im Alles oder Nichts, sondern im Mehr oder Weniger. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Naturwissenschaften, in denen der Falsifikationsprozess herrscht, legen nur die Irrtümer zu den Akten; die Humanwissenschaften, in denen die Mode herrscht, verbannen auch richtige Ergebnisse in Archiv. (Nicólas Gómez Dávila)

Wenn das Leben dich betrügt,
Sei nicht traurig, nicht beklommen!
Bleib auch beim Schicksalsschlag vergnügt:
Ein bessrer Tag, glaub mir, wird kommen.

Das Herz: im Zukünftigen lebts;
Die Gegenwart kennt nur Beschwerden;
Doch schon im Nu ist sie verweht;
Und was vergeht, wird wieder werden.

(Alexander Puschkin)

Der Philosoph behandelt eine Frage; wie eine Krankheit. (Ludwig Wittgenstein)

Ich bin der Eine und bin Beide
Ich bin der zeuger bin der schooss
Ich bin der degen und die scheide
Ich bin das opfer bin der stoss
Ich bin die sicht und bin der seher
Ich bin der bogen bin der bolz
Ich bin der altar und der fleher
Ind bin das feuer und das holz
Ich bin der reiche bin der bare
Ich bin das zeichen bin der sinn
Ich bin der schatten bin der wahre
Ich bin ein end und ein beginn.

(Stefan George)

Ich wähle meine Freunde nach ihrem guten Aussehen, meine Bekannten nach ihrem Charakter und meine Feinde nach ihrem Verstand. (Oscar Wilde)

Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiss ich: es stimmt. (Oscar Wilde)

Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht. (Oscar Wilde)

In der Wahl seiner Feinde kann der Mensch nicht vorsichtig genug sein. (Oscar Wilde)

Die Weltgeschichte ist die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre. (Oscar Wilde)

Nichts ist so gefährlich wie das allzu modern sein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen. (Oscar Wilde)

Der Kultivierte bedauert nie einen Genuss. Der Unkultivierte weiß überhaupt nicht, was ein Genuss ist. (Oscar Wilde)

Die Wissenschaft ist ausser Reichweite der Moral, denn ihre Augen sind auf ewige Wahrheiten geheftet. (Oscar Wilde)

Ich gebe Ratschläge immer weiter. Es ist das einzige, was man damit anfangen kann. (Oscar Wilde)

Fortschritt ist eine Verwirklichung von Utopien. (Oscar Wilde)

Jeder Erfolg, den man erzielt, schafft uns einen Feind. Man muss mittelmässig sein, wenn man beliebt sein will. (Oscar Wilde)

Es ist wichtiger, dass sich jemand über eine Rosenblüte freut, als dass er ihre Wurzel unter das Mikroskop bringt. (Oscar Wilde)

Die Ehe ist ein Versuch, zu zweit wenigstens halb so glücklich zu werden, wie man allein gewesen ist. (Oscar Wilde)

Das Leben ist eine Komödie für jene, die denken, eine Tragödie aber für jene, die fühlen. (Oscar Wilde)

Die Welt ist in zwei Klassen geteilt, in diejenigen, welche das Unglaubliche glauben, und diejenigen, welche das Unwahrscheinliche tun. (Oscar Wilde)

Die Anzahl der Neider bestätigt unsere Fähigkeiten. (Oscar Wilde)

Wir leben in einem Zeitalter der Überarbeitung und der Unterbildung, in einem Zeitalter, in dem die Menschen so fleißig sind, dass sie verdummen. (Oscar Wilde)

Man umgebe mich mit Luxus. Auf das Notwendige kann ich verzichten. (Oscar Wilde)

Vergib stets Deinen Feinden, nichts verdrießt sie so. (Oscar Wilde)

Der Fleiß ist die Wurzel aller Hässlichkeit. (Oscar Wilde)

Moral ist die Haltung, die wir Leuten gegenüber einnehmen, gegen die wir eine persönliche Abneigung haben. (Oscar Wilde)

Ein Experte ist ein gewöhnlicher Mann, der - wenn er nicht daheim ist - Ratschläge erteilt. (Oscar Wilde)

Ich glaube nicht an den Fortschritt, sondern an die Beharrlichkeit der menschlichen Dummheit. (Oscar Wilde)

Mit dem guten Geschmack ist es ganz einfach: Man nehme von allem nur das Beste. (Oscar Wilde)

Die Zigarette ist das vollendete Urbild des Genusses: Sie ist köstlich und lässt uns unbefriedigt. (Oscar Wilde)

Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen! (Oscar Wilde)

Mir sind Menschen lieber als Prinzipien und Menschen ohne Prinzipien das liebste auf der Welt. (Oscar Wilde)

Wohlerzogen zu sein ist heute ein grosser Nachteil. Es schliesst einen von so vielem aus. (Oscar Wilde)

Wenn man mir zustimmt, habe ich immer das Gefühl, im Unrecht zu sein. (Oscar Wilde)

Arbeit ist der Fluch der trinkenden Klassen. (Oscar Wilde)

Ein Zyniker ist ein Mensch, der von jedem Ding den Preis und von keinem den Wert kennt. (Oscar Wilde)

Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe hinauskommt. (Oscar Wilde)

Leute, die sich die Finger verbrennen, verstehen nichts vom Spiel mit dem Feuer. (Oscar Wilde)

In Prüfungen stellen Narren Fragen, die Weise nicht beantworten können. (Oscar Wilde)

Mode ist eine so unerträgliche Form der Hässlichkeit, dass wir sie alle sechs Monate ändern müssen. (Oscar Wilde)

Das einzig Konsequente an mir ist meine ewige Inkonsequenz. (Oscar Wilde)

Mässigung ist eine verhängnisvolle Sache, denn nichts ist so erfolgreich wie der Exzess. (Oscar Wilde)

Der Gebildete widerspricht den anderen, der wahre Weise sich selbst. (Oscar Wilde)

Nur Leute, die ihre Rechnungen bezahlen, brauchen Geld, und ich bezahle meine nie. (Oscar Wilde)

Reich wird man erst durch Dinge, die man nicht begehrt. (Mahatma Gandhi)

Nichtstun ist besser als mit viel Mühe nichts schaffen... (Laotse

Wer selber scheinen will, wird nicht erleuchtet... (Laotse)

Meine Demut kommt nicht aus Mangel an Erreichtem, sondern aus der Größe des Ehrgeizes.

Hoffnung kann weder erfüllt noch enttäuscht werden. Hoffnung ist wie ein Pfad in der Landschaft: Ursprünglich gab es keinen Pfad, aber wenn die Leute immer wieder an der gleichen Stelle laufen, entsteht ein Weg. (Lu Xun)

Ecce homo!

Ja! Ich weiss, woher ich stamme!
Ungesättigt gleich der Flamme
Glühe und verzehr' ich mich.
Licht wird Alles, was ich fasse,
Kohle Alles, was ich lasse:
Flamme bin ich sicherlich.

(Friedrich Nietzsche)

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. (Franz Kafka)

Nichtstun ist eine der größten und verhältnismäßig leicht zu beseitigenden Dummheiten. (Franz Kafka)

Was immer du tun kannst oder wovon du träumst - fang damit an. Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich. (Johann Wolfgang von Goethe)

We become what we behold. We shape our tools and then our tools shape us. (Marshall McLuhan)

It is the framework which changes with each new technology and not just the picture within the frame. (Marshall McLuhan)

The new electronic independence re-creates the world in the image of a global village. (Marshall McLuhan)

Everybody experiences far more than he understands. Yet it is experience, rather than understanding, that influences behavior. (Marshall McLuhan)

There are no passengers on spaceship earth. We are all crew. (Marshall McLuhan)

Art at its most significant is a Distant Early Warning System that can always be relied on to tell the old culture what is beginning to happen to it. (Marshall McLuhan)

When a thing is current, it creates a currency. (Marshall McLuhan)

Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur. (Oscar Wilde)

Es gibt kein richtiges Leben im falschen. (Theodor W. Adorno)

Wir sagen und Ich meinen ist eine von den ausgesuchtesten Kränkungen. (The-odor W. Adorno)

Niemand ist gegen Irrtümer gefeit; das Große ist, aus ihnen zu lernen. (Karl Raimund Popper)

Durch die Falsifikation unserer Annahmen bekommen wir tatsächlich Kontakt mit der »Wirklichkeit«. Die Widerlegung unserer Irrtümer ist die »positive« Er-fahrung, die wir aus der Wirklichkeit gewinnen. (Karl Raimund Popper)

Von der Amöbe zu Einstein ist es nur ein Schritt. (Karl RaimundPopper)

Das einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst. (Franklin Delano Roosevelt)

Man kann jeden ans Messer liefern, von dem man zwei Zeilen Geschriebenes besitzt. (Ernst Jünger)

Die Tatsache, dass der Schmerz unsere Werte nicht anerkennt, wird in ruhigen Zeiten leicht überdeckt. (Ernst Jünger)

Das Mitleid des Henkers liegt im sicheren Hieb. (Ernst Jünger)

Es gibt keine verkannten Genies. Jeder findet im Leben seinen Platz. (Ernst Jünger)

Mittelmäßigkeit ist die glücklichste Maske, die der überlegene Geist tragen kann. (Friedrich Nietzsche)

Wer ein Wofür im Leben hat, der kann fast jedes Wie ertragen. (Friedrich Nietzsche)

Wenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau lässt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug. (Georg Wilhelm Friedrich Hegel)

Die ganze Kunst des Lebens besteht darin, die Menschen auszunutzen, an denen wir leiden. (Marcel Proust)

Es kommt nicht darauf an, die Welt zu verändern, sondern sie zu verschonen (Odo Marquard)

These things, these things were here and but the beholder
Wanting; which two when they once meet,
The heart rears wings bold and bolder
And hurls for him, 0 half hurls earth for him off under bis feet.

All dies, all dies war da, und nur der Betrachter
Fehlte; welche zwei, wenn sie einmal sich treffen:
Kühn und kühner regt Schwingen das Herz
Und wirbelt ihm, o halb wirbelt die Erde ihm fort unter seinen Füßen.

(Gerard Manley Hopkins)

Die Erinnerung bewirkt, dass wir plötzlich eine neue Luft einatmen, gerade deshalb, weil es eine Luft ist, die wir früher schon eingeatmet haben, jene reinere Luft, von der die Dichter vergebens behaupten, sie herrsche im Paradies, wo sie uns aber diese tiefe Gefühl von Erneuerung auch nur dann geben könnte, wenn sie schon einmal eigeamtmet wäre, denn die wahren Paradiese sind Paradiese, die man verloren hat. (Marcel Proust)

Doch wenn ein Glaube versinkt, so überlebt ihn – und sogar stärker, um besser zu vertuschen, dass wir die Macht, auch den neuen Dingen Wirklichkeit zu verleihen, eben verloren haben - eine fetischistische Anhänglichkeit an jene alten Dinge, die er beseelen vermocht, als habe in ihnen und nicht in uns das Göttliche gewohnt und als habe unsere gegenwärtige Ungläubigkeit einen von außen gegebenen Grund: den Untergang der Götter. (Marcel Proust)

Die Resignation, eine abgewandelte Form der Gewohnheit, lässt manche unserer Kräfte in Ungemessene wachsen. (Marcel Proust)

Man verzeiht allenfalls persönliche Verbrechen, nicht aber die Teilnahme an einem kollektiven Delikt. (Marcel Proust)

Gewisse Erinnerungen sind wie gemeinsame Freunde, sie bringen eine Art von Versöhnung zuwege. (Marcel Proust)

Originalität wird sinnlos, sobald sie Gemeingut aller geworden ist. (Marcel Proust)

There is no art without facts and no science without fancy. (Wladimir Nobokov)

Manchmal zahlt man den höchsten Preis für Dinge, die man umsonst erhält. (Albert Einstein)

Technischer Fortschritt ist wie eine Axt in den Händen eines pathologischen Kriminellen. (Albert Einstein)

Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen. (Albert Einstein)

Wer sich nicht mehr wundern kann, ist seelisch bereits tot. (Albert Einstein)

Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall. (Albert Einstein)

Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur darin zurechtfinden. (Albert Einstein)

Wer seiner eigenen Sache untreu wird, kann nicht erwarten, dass ihn andere achten. (Albert Einstein)

Denn wenn die Gewohnheit eine zweite Natur ist, so hindert sie uns doch, die erste kennenzulernen, von der sie weder die Grausamkeit noch den Zauber besitzt. (Marcel Proust)

Man träumt viel vom Paradies, oder vielmehr von zahlreichen, wechselnden Paradiesen, doch sind diese schon lange, bevor man stirbt, verlorene Paradiese, in denen man sich selbst verloren fühlen würde. (Marcel Proust)

Denn obwohl die Natur das Muster ihrer Webereien harmonisch kombiniert, unterbricht sie doch die Einförmigkeit der Komposition durch die Mannigfaltigkeit der darin eingewirkten Figuren. (Marcel Proust)

Zu den Fremden muss man immer auch denjenigen rechnen, den wir am meisten belügen, weil gerade von ihm verachtet zu werden für uns am peinlichsten wäre, nämlich uns selbst. (Marcel Proust)

Die furchtbarste Wirklichkeit schenkt zugleich mit dem Leiden die Freuden einer schönen Entdeckung, weil sie nur dem neue und klare Form verleiht, woran wir schon lange herumtasten, ohne es recht zu erraten. (Marcel Proust)

Der Snobismus ist zwar eine ernste Krankheit der Seele, aber örtlich begrenzt und nicht dazu angetan, sie ganz und gar zu zerstören. (Marcel Proust)

Die Lüge ist das wichtigste und meistverwendete Werkzeug der Selbsterhaltung. (Marcel Proust)

Die Wahrheit ist die geschickteste aller Feindinnen. (Marcel Proust)

Man kann von einem Leiden nicht genesen, wenn man es nicht in ganzer Stärke durchlebt. (Marcel Proust)

Tatsache ist, dass man keine Macht über das Leben eines anderen Wesens hat. (Marcel Proust)

Ebenso wie es Tierkörper und Menschenkörper gibt, das heißt Zellansammlungen, der jede bezogen auf eine einzelne, groß ist wie der Montblanc, gibt es ungeheure, organisierte Anhäufungen von Individuen, die man Nationen nennt und deren Leben, in größerem Maßstab nur, das Leben der Zellen wiederholt, aus denen sie sich zusammensetzen; wer nicht imstande ist, das Geheimnis, die Reaktion, die Gesetze dieses Mikrokosmos zu verstehen, wird immer nur leere Worte gebrauchen, wenn er von den Kämpfen der Nationen spricht. (Marcel Proust)

Da man aber einsieht, dass das Leiden das Beste ist, was man im Leben finden kann, denkt man ohne Grauen – wie an eine Befreiung fast - an den Tod. (Marcel Proust)

Unsere größten Befürchtungen gehen so wenig wie unsere größten Hoffnungen über unsere Kraft, wir können schließlich die einen bezähmen und die anderen trotz allem verwirklichen. (Marcel Proust)

Die wahre Persönlichkeit des Menschen wird wunderbar sein, wenn sie in Erscheinung tritt. Sie wird natürlich und einfach wachsen, wie eine Blume oder wie ein Baum wächst. Sie wird nicht zwiespältig sein. Sie wird nicht überreden wollen und nicht streiten. Sie wird nichts beweisen wollen. Sie wird alles wissen. Und doch wird sie sich nicht um das Wissen bemühen. Sie wird Weisheit besitzen. Ihr Wert wird nicht an materiellen Maßstäben gemessen werden. Sie wird nichts ihr eigen nennen. Und doch wird sie über alles verfügen, und was immer man ihr wegnimmt, wird sie nicht ärmer machen, so groß wird ihr Reichtum sein. Sie wird sich anderen nicht aufdrängen oder verlangen, wie sie selbst zu sein. Sie wird sie lieben, weil sie so verschieden sind. Und gerade weil sie sich nicht um die andern kümmert, wird sie allen helfen, wie etwas Schönes uns hilft, durch das, was es ist. Die Persönlichkeit des Menschen wird wundervoll sein. So wundervoll wie das Wesen eines Kindes. (Oskar Wilde)

Für den Philosophen stellen die Frauen den Triumpf der Materie über den Geist dar – so wie Männer den Triumpf des Geistes über die Moral darstellen. (Oskar Wilde)

Die Schönheit hat so viele Bedeutungen, wie der Mensch Stimmungen hat. Die Schönheit ist das Symbol der Symbole. Die Schönheit offenbart alles, weil sie nichts ausdrückt. Wenn sie sich uns zeigt, zeigt sie uns die ganze feuerfarbene Welt. (Oskar Wilde)

Les hommes sont si nécessairement fous, que ce serait être fou par un autre tour de folie, de n'être pas fou. Der Mensch ist so notwendig verrückt, dass es auf eine andere Weise verrückt wäre, nicht verrückt zu sein. (Blaise Pascal)

Vielfalt, die nicht auf Einheit zurückgeht, ist Wirrwarr; Einheit, die nicht auf Vielfalt gründet, ist Tyrannei. (Blaise Pascal)

Nichts ist wichtig, nichts ist unwichtig, das Leben ist ein Schattenspiel. aber die Spiegelbilder der Dinge in unseren Seelen haben eine tiefe, unheimliche Realität. (Hermann Hesse)

Jetzt bin ich leicht, jetzt fliege ich, jetzt sehe ich mich unter mir, jetzt tanzt ein Gott durch mich. (Friedrich Nietzsche)

Wenn du die Einsamkeit fürchtest, versuche nicht, gerecht zu sein. (Jules Renard)

Ich liebe die Einsamkeit sogar, wenn ich allein bin. (Jules Renard)

Der Ruhm ist der Rauch ohne Feuer, von dem so viel die Rede ist. (Jules Renard)

Suchet die Lächerlichkeit in allem, und ihr werdet sie finden. (Jules Renard)

Jedes Jahr einen Fehler mehr, das ist unser Fortschritt. (Jules Renard)

Man kann nichts verbergen. Die Kraft besteht darin, nichts zu verbergen zu haben. (Jules Renard)

Der Abscheu vor dem' Bürger ist bürgerlich. (Jules Renard)

Der Gelehrte verallgemeinert, der Künstler unterscheidet. (Jules Renard)

Der Tourist. In einem Gespräch von nur einer Viertelstunde verleidet er mir die halbe Welt. (Jules Renard)

Die Angst vor der Langeweile ist die einzige Entschuldigung für die Arbeit. (Jules Renard)

Die Arbeit gleicht manchmal dem Angeln in Gewässern, in denen noch nie Fische gewesen sind. (Jules Renard)

Die Besten unter uns sehen stets nur ihre Fehler. (Jules Renard)

Krankheiten sind die Anproben des Todes. (Jules Renard)

Wenn Sie das Leben kennen, bitte geben Sie mir seine Adresse. (Jules Renard)

Ich habe nie bemerkt, dass Komplimente, die man mir macht, nicht aufrichtig sind. (Jules Renard)

Es gibt Augenblicke in denen gelingt uns alles. Kein Grund zu erschrecken. Das geht vorüber. (Jules Renard)

Es gibt im Leben nur zwei Sünden: Zu wünschen ohne zu handeln oder zu handeln ohne Ziel. (Any Rand)

Es ist das Schicksal der Wegweiser, dass sie den Fortschritt nicht mitmachen können. (Marc Chagall)

Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache. (Ludwig Wittgenstein)

Wenn ein Mensch keine Hoffnung hat, wird er das Unerhoffte nicht finden, denn dorthin führen weder Spur noch Pfad. (Heraklit)

Das Reich der Persönlichkeit ist eine Demokratie von Königen. Ist man überhaupt etwas, so ist man, finde ich, ausser Vergleich. Meisterschaft ist ein Positiv, der keine Komparation verträgt; Persönlichkeit hat absoluten Rang, und es ist plump, ihr mit Vergleichung zu nahe zu treten. (Thomas Mann )

Dies hier ist ein Stein, und er wird in einer bestimmten Zeit vielleicht Erde sein, und wird aus Erde Pflanze werden, oder Tier oder Mensch. Früher nun hätte ich gesagt: Dieser Stein ist bloß ein Stein, er ist wertlos, er gehört der Welt der Maja an; aber weil er vielleicht im Kreislauf der Verwandlungen auch Mensch und Geist werden kann, darum schenke ich auch ihm Geltung. So hätte ich früher vielleicht gedacht. Heute aber denke ich: dieser Stein ist Stein, er ist auch Tier, er ist auch Gott, er ist auch Buddha, ich verehre und liebe ihn nicht, weil er einstmals dies oder jenes werden könnte, sondern weil er alles längst und immer ist - und gerade dies, dass er Stein ist, dass er mir jetzt und heute als Stein erscheint, gerade darum liebe ich ihn, und sehe Wert und Sinn in jeder von seinen
Adern und Höhlungen, in dem Gelb, in dem Grau, in der Härte, im Klang, den er von sich gibt, wenn ich ihn beklopfe, in der Trockenheit oder Feuchtigkeit seiner Oberfläche. Es gibt Steine, die fühlen sich wie Öl oder wie Seife an, und andre wie Blätter, andre wie Sand, und jeder ist besonders und betet das Om auf seine Weise, jeder ist Brahman, zugleich aber und eben sosehr ist er Stein, ist ölig oder saftig, und gerade das gefällt mir und scheint mir wunderbar und der Anbetung, würdig.
Einen Stein kann ich lieben, und auch einen Baum oder ein Stück Rinde. Das sind Dinge, und Dinge kann man lieben. Worte aber kann ich nicht lieben. Darum sind Lehren nichts für mich, sie haben keine Härte, keine Weiche, keine Farben, kein Kanten, keinen Geruch, keinen Geschmack, sie haben nichts als Worte. Vielleicht ist es dies, was dich hindert, den Frieden zu finden, vielleicht sind es die vielen Worte. Denn auch Erlösung und Tugend, auch Sansara und Nirwana sind bloße Worte. Es gibt kein Ding, das Nirwana wäre; es gibt nur das Wort Nirwana. (Hermann Hesse)

Nicht alles was zählt, kann gezählt werden und nicht alles was gezählt werden kann, zählt. (Albert Einstein)

Wer es versteht und den Weg weiss, der lebt auch in der Hölle behaglich. (Tibetanisches Sprichwort)

Reife besteht darin, dass einer nicht mehr auf sich selbst hereinfällt. (Heimito von Doderer)

Ein Charakter, dessen Charakterlosigkeit das wesentliche Merkmal ist. (Heimito von Doderer)

Wer nichts von einer Änderung seiner Umstände abhängig macht, der wird auch von geänderten Umständen nicht abhängig werden. (Heimito von Doderer)

Die Schlüsselfiguren stehen nie im Rampenlicht. (Heimito von Doderer)

Jeder ist so viel wert, als er leisten kann, abzüglich seiner Eitelkeit. (Otto von Bismarck)

Bedankt wird nur was geschieht nicht was unterbleibt. (Heimito von Doderer)

Die einzige Gewähr für das wirkliche Wissen ist das Können. (Paul Valéry)

Die meisten Menschen sind wie ein fallendes Blatt, das weht und dreht sich durch die Luft, und schwankt, und taumelt zu Boden. Andre aber, wenige, sind wie Sterne, die gehen eine feste Bahn, kein Wind erreicht sie, in sich selber haben sie ihr Gesetz und ihre Bahn. (Hermann Hesse)

Suchen heißt: ein Ziel haben. Finden aber heißt: frei sein . offen stehen, kein Ziel haben. (Hermann Hesse)

Hab ich auch das Ziel verfehlt,
kühn war doch die Fahrt.

(Hermann Hesse Auszug aus: Der Pilger)

Kann ich nicht siegen als Held,
Will ich doch fallen als Streiter.

(Hermann Hesse, Auszug aus: Älterwerden)

Wenn man jemand fürchtet, dann kommt es daher, dass man diesem jemand Macht über sich eingeräumt hat. (Hermann Hesse, Demian)

Es gibt keine Wirklichkeit als die, die wir in uns haben. Darum leben die meisten Menschen so unwirklich, weil sie die Bilder außerhalb für das Wirkliche halten und ihre eigene Welt in sich gar nicht zu Worte kommen lassen. (Hermann Hesse, Demian)

Früher hatte ich darüber nachgedacht, warum so äußerst selten ein Mensch für ein Ideal zu leben vermöge. Jetzt sah ich, dass viele, ja alle Menschen fähig sind, für ein Ideal zu sterben. Nur durfte es kein persönliches, kein freies, kein gewähltes Ideal sein, es musste ein gemeinsames und übernommenes sein. (Hermann Hesse, Demian)

Jeder Mensch ist heilig, wenn es ihm mit seinen Gedanken und Taten wirklich ernst ist. (Hermann Hesse, Knulp)

Ein jeder Mensch hat seine Seele, die kann er mit keiner anderen vermischen. Zwei Menschen können zueinander gehen, sie können miteinander reden und nah beieinander sein. Aber ihre Seelen sind wie Blumen, jede an ihrem Ort angewurzelt, und keine kann zu der andern kommen, sonst müsste sie ihre Wurzel verlassen, und das kann sie eben nicht. Die Blumen schicken ihren Duft und ihren Samen aus, weil sie gern zueinander möchten; aber dass ein Same an seine rechte Stelle kommt, dazu kann die Blume nichts tun, das tut der Wind, und der kommt her und geht hin, wie und wo er will. (Hermann Hesse, Knulp)

Die Ereignisse langweilen mich. Sie sind nur der Schaum der Dinge. Das Meer zieht mich an. (Paul Valéry)

Die Macht des Menschen gründet sich in seinem Blick, in dem Winkel, der Bewegung, der Festigkeit, der Unabhängigkeit, die er sich in seinem Blick bewahrt hat. (Paul Valéry)

Sich selbst gefallen ist Stolz, dem anderen – Eitelkeit. (Paul Valéry)

Ein Individuum ist ein Raum von Möglichkeiten. (Paul Valéry)

Indem ein Mensch mit den ihm von Natur gegebenen Gaben sich zu verwirklichen sucht, tut er das Höchste und einzig sinnvolle, was er kann. (Hermann Hesse, Narziß und Goldmund)

Gemeinsam aber ist allen Menschen, die des guten Willens sind, dieses; dass unsere Werke uns am Ende beschämen, dass wir immer wieder von vorn beginnen müssen, dass das Opfer immer neu gebracht werden muss. (Hermann Hesse, Narziß und Goldmund)

Der Philosoph Kant … hat vom theologischen Philosophieren gesagt, es sei „eine Zauberlaterne von Hirngespinsten“ (Hermann Hesse, Glasperlenspiel)

Liberty is a chore ... and a long-distance race, quite solitary, quite exhausting. (Albert Camus)

Verzweiflung ist das Ergebnis jedes ernstlichen Versuches, das Menschenleben zu begreifen und zu rechtfertigen. Verzweiflung ist das Ergebnis eines jeden ernstlichen Versuches, das Leben mit der Tugend, mit der Gerechtigkeit, mit der Vernunft zu bestehen und seine Forderungen zu erfüllen. Diesseits der Verzweiflung leben die Kinder, jenseits die Erwachsenen. (Hermann Hesse, Morgenlandfahrt)

Die Aussendinge sind dazu da, dass man sie benützt, um durch sie das Leben zu gewinnen, nicht dass man das Leben benützt, um sie zu gewinnen. (Frühling und Herbst des Lü Bu We)

Fliessendes Wasser fault nicht, die Türangeln rosten nicht; das kommt von der Bewegung. (Frühling und Herbst des Lü Bu We)

Mässige Furcht ist gut, übertriebene schlecht. (I Ging)

Die Erhabenheit ist von allem Guten das Höchste.
Das Gelingen ist das Zusammentreffen von allem Schönen.
Das Fördernde ist die Übereinstimmung von allem Rechten.
Die Beharrlichkeit ist die Grundlinie von allen Handlungen. (I Ging)

Ohne sich selber zu mindern, vermag man die andern zu mehren. (I Ging)

Wer über den Dingen steht, der bringt sie zur Vollendung. (I Ging)

Jeder scheinbar unersetzliche Verlust offenbart am Ende eine heilende Kraft. (I Ging)

Der an sein Ende gelangte Erfolg ist an dem Punkt, wieder in Verfall zu geraten, wie die Erde eines Erdwalls in den Graben stürzt und dahin zurückfällt. (I Ging)

Wenn du dein Pferd verlierst, so lauf ihm nicht nach. Es kommt von selber wieder. (I Ging)

Jeder heizt seine Hölle selber ein. (I Ging)

Was einem wirklich gehört, das kann man nicht verlieren, selbst wenn man es wegwürfe. (I Ging)

Nur durch eine tägliche Selbsterneuerung bleibt man auf der Höhe der Kraft. (I Ging)

Wer Nahrung sucht, die nicht nährt, der taumelt von Begierde zu Genuss, und im Genuss verschmachtet er nach Begierde. (I Ging)

Die eigenen Fehler dürfen nicht direkt bekämpft werden. Solange man sich mit ihnen herumschlägt, bleiben sie immer siegreich. Die beste Art, das Böse zu bekämpfen ist energischer Fortschritt im Guten. (I Ging)

Nur auf der Grundlage eines grossen Verzichts gewinnt man die Kraft zu grossen Leistungen. (I Ging)

Unbeschränkte Möglichkeiten sind nichts, was für den Menschen geeignet ist. Dadurch würde sein Leben nur zerfliessen im Grenzenlosen. Um stark zu werden, bedarf es der freien Schrankensetzung der Pflicht. Nur indem der Einzelne sich mit diesen Schranken umgibt und frei für sich das Gebot der Pflicht festsetzt, gewinnt er die Bedeutung als freier Geist. (I Ging)

Der Zustand, wo Ich und Nicht-Ich keinen Gegensatz mehr bilden, heißt der Angelpunkt des Sinns. (Dschuang Dsi)

Ein Weg bildet sich dadurch, dass er begangen wird; die Dinge erhalten ihr So-sein dadurch, dass sie genannt werden. (Dschuang Dsi)

Das ist der Sinn: er ist gütig und treu, aber er äußert sich nicht in Handlungen und hat keine äußere Gestalt; man kann ihn mitteilen, ab man kann ihn nicht fassen; man kann ihn erlangen, aber man kann ihn nicht sehen; er ist unerzeugt sich selber Wurzel. (Dschuang Dsi)

Der Spiegel des Herzens (Erste Fassung)

Der höchste Mensch gebraucht sein Herz wie einen Spiegel.
Er geht den Dingen nicht nach und geht Ihnen nicht entgegen;
er spiegelt sie wieder, aber hält sie nicht fest.
Darum kann er die Welt überwinden und wird nicht verwundet.
Er ist nicht der Sklave seines Ruhms;
er hegt nicht Pläne;er gibt sich nicht ab mit den Geschäften; er ist nicht Herr des Erkennens.
Er beachtet das Kleinste und ist doch unerschöpflich und weilt jenseits des Ichs.
Bis auf´ s letzte nimmt er entgegen, was der Himmel spendet, und hat doch, als hätte er nichts.
Er bleibt demütig.

(Dschuang Dsi)

Der Spiegel des Herzens (Zweite Fassung)

Suche nicht nach Ruhm.
Mach keine Pläne.
Las dich nicht von Tätigkeiten fesseln.
Glaube nicht, dass du etwas weißt.
Sei Dir allen Seins bewusst und verweile im Unendlichen.
Wandere dort, wo es keinen Weg gibt.
Sei alles das, was der Himmel Dir gab,
aber handele so, als hättest du nichts empfangen.
Sei leer – das ist alles.
Der Geist des Vollkommenen ist wie ein Spiegel.
Er ergreift nicht. Er erwartet nichts.
Er wirft zurück, hält aber nicht fest.
Daher kann der Vollkommene mühelos handeln.

(Dschuang Dsi)

Der SINN schirmt und trägt alle Wesen; unendlich ist seine Größe. Ihm gegenüber muss der Edle alles eigne Streben aus seinem Herzen verbannen. Was wirkt, ohne zu handeln, heißt der Himmel; was Begriffe erzeugt, ohne zu handeln, heißt das LEBEN. Die Menschen lieben und den Dingen nützen, das heißt Güte. Das Nicht-Übereinstimmende übereinstimmend machen, das heißt Größe. Die Grenzen und Verschiedenheiten zu überwinden, das heißt Weitherzigkeit. Zahllose Widersprüche besitzen, das heißt Reichtum. Festhalten an den Prinzipien des LEBENS, das heißt Herrschaft. Verwirklichtes LEBEN, das heißt Beständigkeit. Anschluss haben an den SINN, das heißt Vollkommenheit. Der Edle, der in diesen zehn Dingen erleuchtet, ist zeigt die Größe seines Herzens darin, dass er über seinen Werken steht. Sein Einfluss übt auf alle Wesen eine anziehende Macht aus. Wer also ist, der lässt das Gold verborgen liegen in den Bergen und die Perlen verborgen in der Tiefe. Nicht Güter und Besitz sind ihm Gewinn. Er hält sich fern von Reichtum und Ansehen. Langes Leben ist ihm nicht Grund zur Freude; frühzeitiger Tod ist ihm nicht Grund zur Trauer. Erfolg bedeutet für ihn keine Ehre; Misserfolg bedeutet für ihn keine Schande. Und würden ihm alle Schätze der Welt, er hält sie nicht fest als sein eigenes Teil. Und wäre er Herrscher der ganzen Welt, er sieht darin nicht eine persönliche Auszeichnung. Seine Auszeichnung ist es, dass er erschaut, wie alle Dinge eine Heimat haben und Leben und Tod gemeinsamen Zustände sind. (Dschuang Dsi)

LEBEN ist Einklang, SINN ist Ordnung. Das LEBEN, das alles umfängt, ist Liebe; der SINN, der alles ordnet, ist Pflicht. Ist die Pflicht klar, und man liebt die Welt: das ist Treue. Ist das Innere rein und wahr und spiegelt sich in den Gefühlen: das ist Musik. Ist man wahrhaftig in seinen äußeren Handlungen und folgt dabei den Regeln der Schönheit: das ist Formvollendung. (Dschuang Dsi)

Das Leben ist nur wie der Hauch eines Seufzers und schnell vorüber wie der Schein eines weißen Rosses, der durch eine Spalte fällt. Im Augenblick ist es vergangen. Schäumend und wild treten wir alle ins Leben ein; sachte und glatt gehen wir wieder hinaus. (Dschuang Dsi)

Versuche es, mit mir zu wandern in das Schloss des Nicht-Seins, wo alles Eins ist. Da wollen wir reden über die Unendlichkeit. Versuche es, mit mir zu kommen zum Nichts-Tun, zur Einfalt und Stille, zur Versunkenheit und Reinheit, zur Harmonie und Ruhe. Mein Wille hat kein Ziel, und ich weiß nicht, wohin ich komme. Ich gehe und komme und weiß nicht, wo ich halt mache. Ich wandere hin und her und weiß nicht, wo es endet. Schwebend überlasse ich mich dem unendlichen Raum. Hier findet auch das höchste Wissen keine Grenzen. (Dschuang Dsi)

Es ist ganz unmöglich, einen Menschen einzukäfigen, wenn er nicht Begierden hat, durch die man ihn fangen kann. (Dschuang Dsi)

Die Verantwortung für sich selbst ist die Wurzel jeder Verantwortung. (Mong Dsi)

Ohne Mitleid im Herzen ist kein Mensch,
ohne Schamgefühl im Herzen ist kein Mensch,
ohne Bescheidenheit im Herzen ist kein Mensch,
ohne Recht und Unrecht im Herzen ist kein Mensch
Mitleid ist der Anfang der Liebe,
Schamgefühl ist der Anfang des Pflichtbewusstseins,
Bescheidenheit ist der Anfang der Sitte,
Recht und Unrecht unterscheiden ist der Anfang der Weisheit.
Wer diese vier Anlagen besitzt und von sich behauptet, er sei unfähig, sie zu übern ist ein Räuber an sich selbst.

(Mong Dsi)

Alles ist in uns selbst vorhanden, wenn wir in uns gehen, und sind wahrhaftig: das ist die höchste Freude. (Mong Dsi)

Das Mitleid ist der Anfang der Menschlichkeit, das Gefühl der Scham ist der Anfang der Rechtschaffenheit, die Höflichkeit ist der Anfang des Anstands, das Gefühl für Recht und Unrecht ist der Anfang der Weisheit. (Mong Dsi)

Männer von Charakter, Tapferkeit, Klugheit und Weisheit haben meist lange in Not und Bedrängnis gelebt. (Mong Dsi)

Streben nach Ehrlichkeit ist menschlich. Ehrlichkeit ist göttlich. (Mong Dsi)

Ohne Anlass einen beschenken, heißt ihn kaufen. Wo gibt es einen anständigen Menschen, der sich durch Kauf gewinnen lässt. (Mong Dsi)

Wem es um Reichtum zu tun ist, der kann nicht gütig sein. Wem es um Güte zu tun ist, der wird nicht reich. (Mong Dsi)

Nicht Reichtum oder Ehre kann ihn locken; nicht Armut oder Schande kann ihn schrecken; nicht Macht und Drohung kann ihn beugen: das ist ein Mann. (Mong Dsi)

Wo Freude, da Leben; wo Leben, da Selbststätigkeit; wo Selbsttätigkeit, da hebt sich ohne dass man es merkt, der Fuß zum Tanze und die Hand zum Reigen. (Mong Dsi)

Gütigkeit, Gerechtigkeit, Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit, unermüdliche Liebe zum Guten: das ist der göttliche Adel. (Mong Dsi)

Wer dem Großen in sich folgt, wird groß; wer dem kleinen in sich folgt, wird klein. (Mong Dsi)

Fließendes Wasser ist von besonderer Art. Ehe es eine Vertiefung ausgefüllt hat, geht es nicht weiter. Der Gebildete steckt sich dasselbe Ziel bei der Erkenntnis der Wahrheit. Ehe er auf einer Stufe volle Meisterschaft erreicht, geht er nicht weiter. (Mong Dsi)

Man soll unentwegt der Tugend folgen, ohne Rücksicht auf äußere Beförderung. (Mong Dsi)

Um sein Gemüt zu bilden, gibt es nichts Besseres als seine Wünsche wenig zu machen. (Mong Dsi)

Einen Fehler machen und sich nicht bessern: das erst heißt fehlen. (Konfuzius)

Es geht um die Bewahrung der reinen Kraft, nicht um Weisheit, Gewandtheit, Entschlossenheit oder Wagemut. Weile im Maß ohne Lüste, berge dich in spurloser Zeit. Wandele umher, wo alle Dinge beginnen und enden. Werde eins mit der Natur, nähre deine Kräfte, halte dein Wesen zusammen, dringe zum Uranfang durch. Wem das gelingt, dessen Geist wahrt völlige Geschlossenheit, dessen Seele ist ohne Mangel, wo könnten da die Dinge in ihn eindringen? Der Berufene ist geborgen im Geist, darum können ihm die Außendinge nicht schaden. (Liä Dsi)

Ein Mensch, der glauben hat, kann alle Dinge bemeistern, Himmel und Erde bewegen, Geister und Götter rühren, ja die Enden der Welt durchkreuzen, ohne, dass ihm etwas widersteht. (Konfuzius zitiert nach Liä Dsi)

Wer das Äußere wichtig nimmt, der wird in seinem Inneren betört. (Liä Dsi)

Wer seinen Willen gebraucht ohne Zerteilung, dem verdichtet er sich zu einer geistigen Macht. (Liä Dsi)

Wenn einer sich darauf verlässt, dass andere seinem eigenen Selbst nicht gleichkommen, und die anderen erreichen es dann doch, seinem eigenen Selbst gleichzukommen, so kommt er in Gefahr. Wer sich auf das verlässt, was aus seinem eigenen Selbst hervorgeht, kommt nie in Gefahr. Dadurch siegt man über Ein Ich, wie nichts; dadurch waltet man über der Welt, wie nichts. Das heißt: man siegt nicht, es siegt sich von selber. Man waltet nicht, es waltet sich von selber. (Liä Dsi)

Das Maß liegt im eigenen Selbst; das Richten liegt bei den Menschen. (Liä Dsi)

Wer Leid trägt, wird dadurch sein Glück machen; wer sich der Freude überlässt, wird dadurch seinen Untergang herbeiführen. Den Sieg zu erringen ist nicht schwer; ihn festzuhalten ist schwer. Wer tüchtig ist im Festhalten des Sieges, hält seine Stärke für Schwäche.(Liä Dsi)

Unterschiede des Wesens

Wer andre kennt, ist klug,
Wer sich selber kennt, ist weise.
Wer andere besiegt, hat Kraft,
Wer sich selber besiegt, ist stark.
Wer sich durchsetzt, hat Willen,
Wer sich genügen läßt, ist reich.
Wer seinen Platz nicht verliert, hat Dauer.
Wer auch im Tode nicht untergeht, der lebt.

(Laotse)

Achtung aufs Geringe

Was noch in Ruhe ist, kann man leicht behandeln.
Was noch unentschieden ist, kann man leicht bedenken.
Was noch saftig ist, kann man leicht brechen.
Was noch winzig ist, kann man leicht zerstreuen.
Man muß wirken auf das, was noch nicht da ist.
Man muß ordnen, was noch nicht in Verwirrung ist.
Ein Baum von zwei Klafter Umfang wächst aus einem haarfeinen
Sprößling.
Ein Turm von neun Stockwerken entsteht aus einem Erdhaufen.
Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.
Wer handelt, verdirbt es.
Wer festhält, verliert es.
Also auch der Berufene:
Er handelt nicht, so verdirbt er nichts.
Er hält nicht fest, so verliert er nichts.
Die Leute gehen an ihre Sachen:
Und immer wenn sie fast fertig sind,
so verderben sie es.
Das Ende ebenso in Acht nehmen wie den Anfang:
Dann gibt es keine verdorbenen Sachen.
Also auch der Berufene:
Er wünscht Wunschlosigkeit.
Er hält nicht wert schwer zu erlangende Güter.
Er lernt das Nichtlernen.
Er wendet sich zu dem zurück, an dem die Menge vorübergeht.
Dadurch fördert er den natürlichen Lauf der Dinge.
Und wagt nicht zu handeln.

(Laotse)

Entfaltung des Wesentlichen

Wahre Worte sind nicht schön,
schöne Worte sind nicht wahr.
Tüchtigkeit überredet nicht,
Überredung ist nicht tüchtig.
Der Weise ist nicht gelehrt,
der Gelehrte ist nicht weise.
Der Berufene häuft keinen Besitz auf.
Je mehr er für andere tut,
desto mehr besitzt er.
Je mehr er anderen gibt,
desto mehr hat er.
Des Himmels SINN ist segnen ohne zu schaden.
Des Berufenen SINN ist wirken ohne zu streiten.

(Laotse)

Der das LEBEN hat, hält sich an seine Verpflichtung.
Wer nicht das LEBEN hat, hält sich an die Forderung.
(Laotse)

Des Himmels SINN kennt kein Ansehen der Person.
Er spendet immer den Tüchtigen.
(Laotse)

Gewissenhaftigkeit und Mitgefühl lassen dich nicht weit vom Weg abirren. Was du nicht liebst, wenn es dir selbst angetan wird, das tue du keinem anderen Menschen an. (Konfuzius)

Der Falke fliegt zum Himmel auf,
Die Fische tauchen tief zum Grund.

(Buch der Lieder)

Der Götter Nahen
Lässt sich nicht ermessen.
Wie dürfte man sie missachten!

(Buch der Lieder)

So weit geht die Offenbarung des Geheimnisvollen, die Unverhülltheit des Wahren. (Konfuzius)

Wenn du in deinem Hause bist, tu nichts, dass du dich vor den Wänden schämen musst. (Konfuzius)

Dem Gütigen dienen die Güter zur Förderung des Lebens; dem Ungütigen dient das Leben zur Förderung der Güter. (Konfuzius)

Ein Mensch ist reich in Proportion zu den Dingen, die sein zu lassen er sich leisten kann. (Henry David Thoreau)

 

One equal temper of heroic hearts
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Gleichartig im Wesen, mit heldenhaften Herzen,
geschwächt von Zeit und Schicksal, doch stark im Willen
zu streben, zu suchen, zu finden und nicht aufzugeben.

(Alfred, Lord Tennyson,Ulysses)
 

 

Was du immer kannst, zu werden,
Arbeit scheue nicht und Wachen;
Aber hüte deine Seele
Vor dem Karrieremachen.
 

Wenn der Pöbel aller Sorte
Tanzet um die goldnen Kälber,
Halte fest: du hast vom Leben
Doch am Ende nur dich selber

(Theodor Storm)
 

Omnia mea mecum porto (Cicero)

Wenn du das Unsichtbare sehen willst, musst du das Sichtbare genau studieren. (Talmud)

Wenn das Unmögliche nicht erreicht wurde, hat man seine Pflicht versäumt. (Manuel Alvarez Bravo)

Höflichkeit ist doch die sicherste Form der Verachtung (Heinrich Böll)

Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können. (Jean Paul)

Die Weichheit der Schicksalsluft fächelt den eisernsten Mann zu Tode. (Albert Paris Gütersloh)

Ohne Gott kein Atheismus, und ohne Urväterrausch kein Enkelkatzenjammer. (Albert Paris Gütersloh)

Das zum Jagdgebrauch im Jenseitigen verfertigte Gewehr der Metaphysik hängt entladen an der Wand des Materialismus. (Albert Paris Gütersloh)

Nur die Götter verbieten und locken und machen den Menschen, indem sie ihn zerreißen, erst ganz. (Albert Paris Gütersloh)

Es sind eigentlich immer die Tugenden und Qualitäten zweiten und nicht die Laster und Untaten ersten Ranges, die den Abstieg einleiten, der zum Zusam-menbruch führt. (Albert Paris Gütersloh)

Höflich sein heißt nämlich, auf eine überaus warme Art kalt sein. (Albert Paris Gütersloh)

Im Nichts ein Etwas zu setzen, ist aller Schöpfung Anfang. (Albert Paris Gütersloh)

Der Zwang zwingt auch den, der ihn ausübt. (Albert Paris Gütersloh)

Es sind unsere Laster nach denen wir unsere Tugenden konstruieren. (Albert Paris Gütersloh)

 

Amore,               Liebe,

more,                Sitte,

ore,                  Wort

re,                   und Tat

iunguntur amicitiae      knüpfen Freundschaften

 

Die Wahrheit steckt in den Dingen, wie die Münze in dem Wert des Geldes. (Teixeira de Pascoaes)

Die Freiheit ist eine Phase des Gehorsams. Wir sind frei, wenn wir uns selbst gehorchen. (Teixeira de Pascoaes)

Angst erschafft Götter, Liebe schlägt sie ans Kreuz. (Teixeira de Pascoaes)

Ein Lachen nimmt der schwersten Last ihr Gewicht. (Teixeira de Pascoaes)

Der Schmerz ist der Grundstoff des Lebens. Je mehr ein Mensch Leidet, je weniger stirbt er; und wenn andere für ihn leiden, wird er göttlich. (Teixeira de Pascoaes)

Wir haben die Unschuld und die Sünde, die Blüte und die Frucht. Die Frucht füllt den Bauch, die Blüte ist eine Augenweide. (Teixeira de Pascoaes)

Der Genuss ist das köstliche Gefühl des Todes, das Vorgefühl des Nichts. In ihm erschöpft sich die sinnliche Lust, die die leerste und eben darum die heftigste ist. (Teixeira de Pascoaes)

Der Tod trägt den Sieg über das Leben davon, weil er älter ist. (Teixeira de Pascoaes)

Die Sattheit hat den Zusammenbruch des Willens zur Folge. (Teixeira de Pascoaes)

Das Leben ist ein wunderlicher Aufwand des Todes. (Teixeira de Pascoaes)

Es entscheidet eben nicht die spontane Kraft, die heldische Begeisterung, die Jugend; mächtiger sind kluge Schwäche, ergraute Berechnung, die kahlköpfige und zahnlose List. Die Zukunft macht sich nicht frei vom Vergangenen, noch wirft der lebendige Leib die tote Last über Bord. Wir erben den Tod, nicht das Leben. Das Leben will erworben werden. (Teixeira de Pascoaes)

Der Tod ist eine Idee, weiter nichts. Unser Sein aber geht über unsere Ideen hinaus. (Teixeira de Pascoaes)

Die Frage lautet nicht: Sein oder Nichtsein, sondern Sein und Nichtsein? (Teixeira de Pascoaes)

Jede Form von Idealismus ist Angst vor der Wirklichkeit, mit anderen Worten Pessimismus. (Teixeira de Pascoaes)

Nur die Nacktheit leuchtet. (Teixeira de Pascoaes)

Eitelkeit heißt unser wahrer Wesenskern, die Idee, die wir uns machen von uns selbst, um uns von allen anderen Menschen zu unterscheiden. (Teixeira de Pascoaes)

Den Tod schon im Leben vorwegnehmen, darin erschöpft sich das ganze Geheimnis der Mystik. (Teixeira de Pascoaes)
 

Unglück macht Menschen, Wohlstand macht Ungeheuer. (Victor Hugo)

Wer erinnert, existiert, doch wer erinnert wird, lebt. (Teixeira de Pascoaes)

Die Erinnerung ist eine andere Welt mit anderen Lebewesen. (Teixeira de Pascoaes)

Der Ehrgeiz berauscht mehr als der Ruhm. Die Sehnsucht läßt alle Dinge blühen, der Besitz zieht alle Dinge in den Staub. Besser, sein Leben träumen als es leben. (Marcel Proust)

Kein Volk kann außerhalb der Schönheit leben. (Albert Camus)

 


[Anekdoten] [Bücher] [Denken] [Garten] [Glück] [Information] [Kinder] [Kriegskunst]


[Logik] [Liebe] [Musik] [Organisation] [Paddeln] [Philosophie] [Politik] [Recht]


[Schwertkunst] [Sprache] [Staat] [Tee] [Vermischtes] [Wildnis] [Zeit]

 

[Zahns] [Hans-Hermann] [Solveig] [Freundeskreis] [Aphorismen] [Fotografie] [Neuigkeiten] [Gästebuch]