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Ab integro nascitur ordo. (Vergil)

Recht ist unendlich mehr als die Moral. (Carl Schmitt, Glossarium, S. 271)

Das beste in der Welt ist ein Befehl und kein Gesetz; der Befehl ist direkte Sprache; das Gesetz generell, d. h. indirekt. (Carl Schmitt, Glossarium, S. 274)

ordre, contrordre, désordre. (Napoleon)

Nur eine Macht gibt dem Recht die Weihe. Nur die Macht investiert das Recht, bekleidet das Recht. (Carl Schmitt, Glossarium, S. 169)

Man entkommt dem Tribunal, indem man es wird. (Odo Marquard)

Freiheit bedarf der Tugend und des Mutes. (aus Griechenland)

Wir Deutschen sehen Freiräume nicht als Chance sondern als Gesetzeslücke. (Manfred Rommel)

Nur die Fragen, die prinzipiell unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (Ernst von Foerster)

Wo ein grausames Recht regiert, sehnt sich das Volk nach Rechtlosigkeit. (Stanislaw Jerzey Lec)

Die Unkenntnis des Gesetzes befreit nicht von der Verantwortung. Aber die Kenntnis oft. (Stanislaw Jerzey Lec)

Leichter werden einem Volk seine Irrtümer verziehen als dem Einzelnen seine Rechte. (Stanislaw Jerzey Lec)

Auctoritas non veritas facit legem. (Hobbes)

Wir sind uns der Rechtswissenschaft als einer spezifisch europäischen Erscheinung bewusst. Sie ist nicht nur praktische Klugheit und nicht nur Handwerk. Sie ist in das Abenteuer des okzidentalen Rationalismus tief verstrickt. Sie stammt aus dem Geist von edlen Eltern. Ihr Vater ist das wiedergeborene römische Recht, ihre Mutter die römische Kirche. Die Trennung von der Mutter wurde nach mehreren Jahrhunderten schwieriger Auseinandersetzungen im Zeitalter des konfessionellen Bürgerkrieges endlich vollzogen. Das Kind hielt sich an seinen Vater, das römische Recht, und verliess die Wohnung der Mutter. Es suchte ein neues Haus und fand es im Staat. Die neue Wohnung war fürstlich, ein Palast der Renaissance und des Barock. Die Juristen fühlten sich stolz und den Theologen weit überlegen. (Carl Schmitt, Ex captivitate salus)

Alle prägnanten Begriffe der modernen Staatslehre sind säkularisierte theologische Begriffe. (Carl Schmitt)

Quis judicabit? Quis interpretabitur? Quis interrogabit? (Carl Schmitt)

Kai nomon ethnoi - Auch die Völker sind an das Recht gebunden (nach Carl Schmitt)

Die Stärke des Rechts gilt mehr als das Recht des Stärkeren. (unbekannt)

Das Internet führt zu einer Dematerialisierung, Deterritorialisierung und Extemporalisierung des Rechts, das damit seine aus dem römischen Recht ererbten Substrate (Sache, Raum, Zeit) verliert. (Thomas Hoeren)

Wir fürchten die Kälte und die Dinge, die wir nicht verstehen. Aber am meisten fürchten wir die Taten der Achtlosen unter uns. (unbekannter Innuit-Schamane)

Unrecht zu erleiden ist nichts, es sei denn, dass man ständig daran denkt. (Konfuzius)

Ohne Versöhnlichkeit wird das Leben von einem endlosen Kreislauf von Groll und Vergeltung beherrscht. (Roberto Assagioli)

Niemand begeht grösseres Unrecht als der, der es in den Formen des Rechts begeht (Platon)

Recht muss auf Wahrheit beruhen. (Gustav Radbruch)

Ist es nicht nötig, ein Gesetz zu erlassen, ist es notwendig, kein Gesetz zu erlassen. (Montesquieu)

Nie hat ein Dichter die Natur so frei ausgelegt, wie ein Jurist die Wirklichkeit. (Jean Giraudoux)

Mit den Gesetzen ist es wie mit den Würstchen. Es ist besser, wenn man nicht sieht, wie sie gemacht werden. (Otto von Bismark)

Beweise ermüden die Wahrheit. (Horst Stern)

Nur mit Worten kann man sich der Gerechtigkeit nicht nähern. Recht besteht in gegenseitigen Erwartungen natürlicher Menschen. Worte sollen die Erwartungen nur beweisbar machen. (Gerd Roellecke)

Freiheit existiert nur, wenn Ordnung da ist und nicht, wenn Ordnung zerstört ist. (Carl Friedrich Weizsäcker)

Das Recht steht über der Macht. (Viktor Hugo)

Alle Macht strebt nach Legitimation und Normierung. (Heinrich Popitz)

Das Gesetz ist der Embryo des Terrors. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Ehre ist das Ärgernis der Ethik. Tatsächlich können Normen, welche die Ehre anerkennt, mit universalen Normen übereinstimmen, ab die Ehre befiehlt uns bloß, sie anzuerkennen, weil wir sie als unsere eigenen übernommen haben. Ehre ist die Treue zu meiner Pflicht, weil es meine ist. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Überfülle an Gesetzen ist Anzeichen dafür, dass niemand mehr intelligent zu befehlen weiss. Oder niemand mehr frei zu gehorchen weiss. (Nicólas Gómez Dávila)

Der Jurist neigt spontan zum Absolutismus.

Freiheiten sind Gesetzeslücken. (Nicólas Gómez Dávila)

Von einer Regel pflegen mir nur die Ausnahmen gültig zu erscheinen. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Freiheit ist das Recht, anders zu sein; die Gleichheit ist das Verbot, es zu sein. (Nicólas Gómez Dávila)

Das Rechtliche ist Gehorsam gegenüber vertraglichen Vereinbarungen; das Sittliche ist Gehorsam gegenüber der im ethischen Wert inbegriffenen Verpflichtung. Die Ethik regiert die Rechtsmaterie, doch das Recht ist autonom und verdankt einzig der Form seinen Rechtscharakter. (Nicólas Gómez Dávila)

Das Gesetz ist nur dort souverän, wo das Volk an dessen göttlichen Ursprung glaubt. (Nicólas Gómez Dávila)

Weder in der Natur der Welt noch in der menschlichen Natur gibt es Spuren von Normen. Die Normen entstehen durch die Einmischungen des Willens. Eines der Wahrnehmung eines Wertes unterworfenen Willens. (Nicólas Gómez Dávila)

Das Kleid unserer Freiheit sind die Gesetze, die wir uns selber gegeben haben. (Gustav Heinemann)

Le juge qui refusera de juger sous prétexte du silence, de l´obscurité ou de l´insuffisance de la loi, pourra être poursuivi comme coupable de déni de justice. (Art. 4 Code Napoléon)

Die Gerechtigkeit ist ohnmächtig ohne die Macht; die Macht ist tyrannisch ohne die Gerechtigkeit (Blaise Pascal)

Hi wa Ri ni katazu,
Ri wa Ho ni katazu,
Ho wa Ken ni katazu,
Ken wa Ten ni katazu

Ungerechtigkeit kann das Prinzip nicht besiegen,
Prinzip kann das Gesetz nicht besiegen,
Gesetz kann Macht nicht besiegen,
Macht kann Himmel nicht besiegen.

(Thomas Pynchon)

… zwei Gefahren hören nicht auf, die Welt zu bedrohen: die Ordnung und die Unordnung. (Paul Valéry)

Die Vernunft ist die Wurzel des Rechts. (Frühling und Herbst des Lü Bu We)

Sich nicht nach dem Weg der Gerechtigkeit richten, seiner ausschliesslichen Autorität vertrauen, sich auf diese stützen, heißt das Unglück vorbereiten. Der Führer muss die äusserste Autorität und Milde gleicherweise haben. (I Ging)

Nur durch Klarheit und bestimmte Raschheit der Strafen werden die Gesetze gefestigt. (I Ging)

Urteil erfordert Rang. (Stefan George)

Freiheit, Gleichheit – schlechte Prinzipien! Das einzig wahre Prinzip der Menschlichkeit ist Gerechtigkeit, und Gerechtigkeit gegenüber Schwachen wird notwendigerweise Schutz und Güte. (Henri Frédéric Amiel)

Recht ist weiter nichts als eine Heuchelei der Gewalt, Heuchelei und ästheti-sches Gefühl. Die Gewalt weiß sehr wohl, die die hässlich und dumm ist. Die Hässlichkeit ist die Dummheit des Leibes. Selbst siegreich und allmächtig, hat sie nicht den Mut zu sein, die sie ist. Sie macht sich schön und bindet sich die Maske des Rechtes vor. Selbst der Tod bedient sich der Maske des Lebens. (Teixeira de Pascoaes)

Nichts kann eine Tat so in Recht setzen wie ihre Verwirklichung. (Teixeira de Pascoaes)

Wo Gewalt herrscht, befällt uns Furcht, wo das Gesetz herrscht, leben wir in Ruhe. Die Gewalt ist unberechenbar, willkürlich, der Einzelhe ist ihr schutzlos preisgegeben. Das Gesetz ist berechenbar, ordnend, der Einzelne hat durch es den Schutz seines Daseins. (Karl Jaspers)


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