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Man nehme gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge. (Arthur Schopenhauer)

Sprich nie klarer als du denkst. (Jeremy Bernstein)

Dr√ľcke dich kurz und pr√§zise aus; das Einfache ist das Beste. (Wolf Schneider)

Ein Satz von zwei, drei Sekunden L√§nge ist optimal. K√ľrzere S√§tze wirken hektisch, l√§ngere S√§tze anspannend und erm√ľdend. Wieso besteht eine Notwendigkeit, zwischen Subjekt und Pr√§dikat mehr als zehn W√∂rter zu packen? Man kann solchen S√§tzen nicht mehr folgen. (Wolf Schneider)

Die alten Wörter sind die besten, und die kurzen alten Wörter sind die allerbesten. (Winston Churchill)

Sprache ohne Numen ist tot. (Friedrich-Georg J√ľnger)

Nomina si pereunt, perit et cognitio rerum. Mit den Namen vergeht auch die Kenntnis der Dinge. (Carl Linné)

Was sich √ľberhaupt sagen l√§sst, l√§sst sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, dar√ľber muss man schweigen. (Ludwig Wittgenstein)

Die "Flugbahn eines Begriffs" wird nicht nur durch den Inhalt einer isolierten Vorstellung, sondern wesentlich durch den Standort des Begriffs in einem Begriffssystem bestimmt. (Carl Schmitt)

Niemand hat mehr Geist, als er Sprache hat. (Friedrich-Georg J√ľnger)

F√§higkeit zur K√ľrze gibt nur die Kenntnis. (Friedrich-Georg J√ľnger)

Man kann nicht deutlich werden ohne Kenntnis. Man wird nicht deutlich ohne Leidenschaften. (Friedrich-Georg J√ľnger)

Selbst sein Schweigen enthielt Sprachfehler. (Stanislaw Jerzey Lec)

Bei einem schwierigen Text empfiehlt sich nicht nur die F√§cherung in kurze Kapitel, sondern dar√ľber hinaus in kleinere Abschnitte. Das stellt die Gedanken f√ľr sich, begrenzt die Aufnahme und l√§sst Zeit f√ľr die Meditation. (Ernst J√ľnger)

Im Anfang war das Wort - am Ende die Phrase. (Stanislaw Jerzey Lec)

Es gen√ľgt nicht, zur Sache zu Reden, man muss zu den Menschen reden. (Stanislaw Jerzey Lec)

Auf dem Maskenball der Definitionen gefällt sich der Slogan als Definition. (Stanislaw Jerzey Lec)

Außer der Kunst der Übertragung aus einer Sprache in die andere gibt es die Kunst der Übersetzung aus einer Zeit in die andere. (Stanislaw Jerzey Lec)

Erst kommt die Entw√ľrdigung durch Worte, dann durch die Tat. (Ernst J√ľnger)

Wenn die Begriffe nicht richtig sind, so stimmen die Worte nicht; stimmen die Worte nicht, so kommen die Werke nicht zustande; kommen die Werke nicht zustande, so gedeiht Moral und Kunst nicht; gedeiht Moral und Kunst nicht, so treffen die Strafen nicht; treffen die Strafen nicht, so weiß das Volk nicht, wohin Hand und Fuß setzen. Darum sorge der Edle, dass er seine Begriffe unter allen Umständen zu Worte bringen kann und seine Worte unter allen Umständen zu Taten machen kann. Der Edle duldet nicht, dass in seinen Worten irgendetwas in Unordnung ist. Das ist es, worauf alles ankommt. (Konfuzius)

Man muss aber immer unterscheiden zwischen dem Kleingeld der Gespr√§che und der M√ľnze der Publikation, die aus gel√§utertem und unangreifbarem Golde gepr√§gt sein muss. (Carl Schmitt)

Der Kampf um Wortbedeutungen ist ein politischer Kampf (nach Carl Schmitt)

Das L√ľgen ist ein Sprachspiel, das gelernt sein will wie jedes andere. (Wittgenstein)

Verse, Sternbilder der Sprache. (Albrecht Fabri)

Aphorismen sind Sätze, die mit dem Punkt, der sie beschließt, Ernst machen. (Albrecht Fabri)

Meine Worte sind wie die Sterne, sie gehen nicht unter. (Häuptling Seattle)

Die äußerst mögliche Verknappung bei höchster Präzision macht Latein zur geborenen Juristensprache. (Gerhard Dilcher)

Omnis definitio periculosa. (unbekannt)

F√ľr gew√∂hnlich stehen nicht die Worte in der Gewalt der Menschen, sondern die Menschen in der Gewalt der Worte. (Hugo von Hofmannsthal)

Ein gutes Gespr√§ch ist ein Kompromiss zwischen Reden und Zuh√∂ren. (Ernst J√ľnger)

Schweigen ist eine der gro√üen K√ľnste der Konversation. (William Hazlitt)

Schweigen ist eines der am schwierigsten zu widerlegenden Argumente. (Josh Billings)

Wo Worte selten sind, haben sie Gewicht. (William Shakespeare)

Nichts blockiert zuverlässiger ein Gespräch als Zustimmung. (Claude Debussy)

Wer eine Menge großer Worte gebraucht, will nicht informieren sondern imponieren. (Oskar von Miller)

Worte, ein wenig gew√§rmte Luft, Gewicht null, k√∂nnen, passend zusammengef√ľgt, sch√§rfer sein als Pfeil und Speerspitze. (Stefan Heym)

Was einen verwendeten Begriff gehaltvoll sein lässt, ist in erster Linie das, was ihn entweder die Prämisse oder die Konklusion in einer Folge von Begriffen sein lässt. (Robert B. Brandom)

Es gibt keine größere Illusion als die Meinung, Sprache sei ein Mittel der Kommunikation zwischen Menschen. (Elias Canetti)

Stil ist richtiges Weglassen des Unwesentlichen. (Anselm von Feuerbach)

Narrare necesse est. (Odo Marquard)

Der Urzustand eines Wortes ist der Atem. (Hazrat Inayat Khan)

Mantras sind Urlaute und archetypische Wortsymbole. (Govinda)

Nach ihren Taten, nicht nach ihren Worten soll man die Freunde wägen. - Ex factis, non ex dictis amici pensandi.(Titus Livius)

Ich weiß nicht, was ich gesagt habe, bevor ich nicht die Antwort des anderen darauf gehört habe. (Norbert Wiener)

Wer kein Latein kann, den bestraft das Deutsche. (Karl-Wilhelm Weeber)

Plastikw√∂rter sind Elementarbausteine k√ľnstlich erzeugter Wirklichkeiten. (Uwe P√∂rksen)

Sollten Ihnen meine Ausf√ľhrungen zu klar gewesen sein, dann m√ľssen Sie mich missverstanden haben. (Alain Greenspan)

Strengstes Mass ist zugleich höchste Freiheit. (Stefan George)

Die Dichtung hat eine besondere Stellung unter den K√ľnsten. Sie allein kennt das Geheimnis der Erweckung und das Geheimnis des √úbergangs. (Stefan George)

Kurz schreiben, um abzuschließen, bevor man Überdruss erregt. (Nicólas Gómez Dávila)

Die edelsten Dinge auf Erden existieren vielleicht nur in den Worten, die sie heraufbeschw√∂ren. Aber es gen√ľgt, dass es sie dort gibt, damit wird sind. (Nic√≥las G√≥mez D√°vila)

Die einzigen wichtigen Lehren sind die, welche nur der Tonfall der Stimme √ľbermitteln kann. (Nic√≥las G√≥mez D√°vila)

Der Schriftsteller verliert einen einmonatigen S√ľndennachlass f√ľr jedes √ľberfl√ľssige Wort. (Nic√≥las G√≥mez D√°vila)

Wie der Satz nicht richtig geschrieben ist, ist der Mensch nicht richtig erzogen, solange man zwischen Form und Inhalt unterscheiden kann. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Zweideutigkeit bestimmter W√∂rter ist der Beweis f√ľr die Eindeutigkeit, mit der sie an der zweideutigen Realit√§t h√§ngen, die sie bezeichnen. (Nic√≥las G√≥mez D√°vila)

Misstrauen wir der Prosa, die nicht lächelt. (Nicólas Gómez Dávila)

Der Satz muss feine Manieren haben, aber Kanten haben und kurz sein. (Nicólas Gómez Dávila)

Der Vers ist die nicht einzugestehende Bestrebung der Prosa. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Poesie hat keinen Platz in der Welt.

Sie ist ein Glanz, der durch deren Risse eindringt. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Trockenheit des Stils muss sich aus der inneren Glut unserer Flamme ergeben. (Nicólas Gómez Dávila)

Jedes Wort soll explodieren wie eine kompakte Ladung Sinn. (Nicólas Gómez Dávila)

Am schlechtesten schreibt, wer den, der gut schreibt, nachahmt. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Bedeutung der Schönheit eines Gedichts steht in keiner Beziehung zu dem, was das Gedicht bedeutet. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Dinge geh√∂ren dem Gebieter √ľber das kluge Wort. (Nic√≥las G√≥mez D√°vila)

Phrasendrescherei ist all das, was man √ľber das strikt N√∂tige hinaus sagt, um sich selbst zu √ľberzeugen. (Nic√≥las G√≥mez D√°vila)

Die Unm√∂glichkeit, den √§sthetischen Erfolg vorhersehen zu k√∂nnen, best√§tigt den Mythos von der ‚ÄěInspiration‚Äú. Der Dichter bringt nicht so sehr Gedichte hervor als vielmehr Ausgeburten der Phantasie. (Nic√≥las G√≥mez D√°vila)

Ein Text, der eine Paraphrase gestattet, ist zweitklassig. (Nicólas Gómez Dávila)

Akzeptable Gemälde gibt es zuhauf, doch keine Literatur besitzt mehr als eine Handvoll Gedichte. (Nicólas Gómez Dávila)

Kein Redner zu sein hei√üt, nur √ľber etwas sprechen zu k√∂nnen, worin man sich auskennt. (Nic√≥las G√≥mez D√°vila)

Der wahrhaft elegante Wortk√ľnstler steckt den Degen in die Scheide, noch bevor der Gegner den Sto√ü sp√ľrt, der ihn niedergestreckt hat. (Nic√≥las G√≥mez D√°vila)

Der Reichtum der Sprache hängt ab von der Anzahl intelligenter Menschen, welche die Bedeutung ihrer Worte dadurch bereicherten, dass sie in ihr mit Talent geschrieben haben. (Nicólas Gómez Dávila)

Wo alles gesagt werden kann, sagt man es auf beliebige Weise; wo alles auf beliebige Weise gesagt werden mag, wird nichts gesagt. (Nicólas Gómez Dávila)

Die Übersetzung lässt aus, was in einem Text am wichtigsten ist: und das ist nicht das, was der Autor sagt, sondern das, was seine Sprache sagt. (Nicólas Gómez Dávila)

Nur das Wehen des Wortes fegt den Staub hinweg, der die Dinge verschleiert. (Nicólas Gómez Dávila)

Malerei, Musik und Dichtung verbinden sich alle nur im Vers. (Nicólas Gómez Dávila)

Der Satz muss mit den Fl√ľgeln schlagen wie ein gefangener Falke. (Nic√≥las G√≥mez D√°vila)

Die Poesie ‚Äď selbst die klassische oder moderne ‚Äď ist romantisch. (Nic√≥las G√≥mez D√°vila)

Bestimmte Arten von Prosa erscheinen nicht wie Etappen in der Geschichte einer Sprache, sondern wie Kristallisationen einer Sprache außerhalb der Zeit. (Nicólas Gómez Dávila)

Um gut zu schreiben, muss man sich entschlie√üen, behutsam √ľber das W√∂rterbuch der Sprache hinauszugehen, in der wir schreiben. (Nic√≥las G√≥mez D√°vila)

Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse. (Antoine de Saint-Exupéry)

Worte tr√ľgen - worte fliehen -
Nur das lied ergreift die seele.

(Stefan George)

Kein ding sei wo das wort gebricht.

(Stefan George)

,…So trieb er täglich in das Feld
Und saß auf einem Stein
Und sang bis in die tiefe nacht
Und niemand sorgte sein.
Nur kinder horchtem seinem lied
Und saßen oft zur seit…
Sie sangen als er lang schon tot
Bis in die spätste Zeit.

(Stefan George)

Hemmt uns! Untilgbar ist das Wort das bl√ľht.
H√∂rt uns! nehmt an! trotz eurer Gunst: es bl√ľht ‚Äď
√úbt an uns mord und reicher bl√ľht was bl√ľht!

(Stefan George)

Dies ist ein Lied
f√ľr dich allein:
Von kindischem Wähnen
Von frommen tränen..
Durch morgengärten klingt es
Ein leichtbeschwingtes,
Nur dir allein
Möcht es ein lied
Das r√ľhre sein.

(Stefan George)

Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt. (Ludwig Wittgenstein)

Wir halten das Wort √ľblicherweise f√ľr den Schatten der Wirklichkeit, f√ľr ihr Abbild. Richtiger w√§re die umgekehrte Behauptung: Die Wirklichkeit ist der Schatten des Wortes. (Bruno Schulz)

Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Die Menschen scheinen die Sprache nicht empfangen zu haben, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben. (Sören Kierkegaard)

Wenn ein Dichter die Geliebte
nicht herumkriegt mit seinen Worten,
sollte er das Dichten lassen
und auf die Wall-Street wechseln,
damit er sie kaufen kann.

(Michael Kr√ľger)

Worte dienen vielen dazu, zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben. (Heinrich Heine)

Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen; aber sie haben keine Bedenken, dies mit leerem Kopf zu tun. (Orson Welles)

Die Krise der Lyrik h√§ngt auch damit zusammen, dass man sie nicht verfilmen kann. (Peter R√ľhmkorf)

Wir turnen in höchsten Höhen herum...

Wir turnen in höchsten Höhen herum,
selbstredend und selbstreimend,
von einem I n d i v i d u u m
aus nichts als Worten träumend.

Was uns bewegt - warum? wozu? -
den Teppich zu verlassen?
Ein nie erforschtes Who-is-who
im Sturzflug zu erfassen.

Wer von so hoch zu Boden blickt,
der sieht nur Verarmtes / Verirrtes.
Ich sage: wer Lyrik schreibt, ist verr√ľckt,
wer sie f√ľr wahr nimmt, wird es.

Ich spiel mit meinem Astralleib Klavier,
v i e r f √ľ √ü i g - vierzigzehig -
Ganz unten am Boden gelten wir
f√ľr nicht mehr ganz zurechnungsf√§hig.

Die Loreley entblößt ihr Haar
am umgekippten Rheine ...
Ich schwebe graziös in Lebensgefahr
grad zwischen Freund Hein und Freund Heine.

(Peter R√ľhmkorf)

L√ľgen, mit Tinte geschrieben, k√∂nnen keine Fakten verbergen, die mit Blut geschrieben sind. (Lu Xun)

Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt. (Franz Kafka)

Menschen werden schlecht und schuldig, weil sie reden und handeln, ohne die Folgen ihrer Worte und Taten vorauszusehen. (Franz Kafka)

I don't necessarily agree with everything I say. (Marshall McLuhan)

Die Sprache ist ein unvollkommenes Werkzeug. Die Probleme des Lebens sprengen alle Formulierungen. (Antoine de Saint-Exupéry)

Ihr Sohn, Madame, wird nie aufh√∂ren, ein Kind der Sprache zu sein, und Sie selbst ein winziger Dreik√§sehoch, und ich ein l√§cherlicher Knirps, und wir alle zusammen kleine Fische, mitgerissen vom gro√üen, der m√ľndlichen Quelle der Literatur entsprungenen Strom, und es wird Ihrem Sohn gefallen zu wissen, in welcher Sprache er schwimmt, was ihn tr√§gt, ihn ver√§ndert, ern√§hrt und selber - und mit welchem Stolz! ‚Äď Tr√§ger dieser Sch√∂nheit zu werden, es wird ihm gefallen, glauben Sie mir, er wird den Geschmack dieser Worte in seinem Mund, die Leuchtraketen dieser Gedanken in seinem Kopf m√∂gen und mit Genuss die gewaltigen F√§higkeiten und die unendliche Geschmeidigkeit seines Ged√§chtnisses entdecken, dieses Resonanzk√∂rpers, dieses sagenhaften Kastens, in dem man die sch√∂nsten S√§tze erklingen, die klarsten Ideen widerhallen lassen kann, er wird s√ľchtig werden nach dem Sprachtieftauchen, sobald er die uners√§ttlichen H√∂hlen seines Ged√§chtnisses entdeckt hat, er wird mit Lust immer wieder in die Sprache hinabsteigen, um in ihren Fluten nach Texten zu fischen, und sein Leben lang wissen, dass sie da sind, dass sie ein Teil von ihm sind, dass er sie unversehens rezitieren, sie sich selber vorsagen kann, allein um der Worte Wohllaut willen. (Daniel Pennac)

Ich f√ľrcht mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr r√ľhrt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle Dinge um.

(Rainer Maria Rilke)

Den Stil verbessern, das heisst den Gedanken verbessern. (Friedrich Nietzsche)

Viel von sich reden, kann auch ein Mittel sein, sich zu verbergen. (Friedrich Nietzsche)

Die Wahrheit bedarf nicht viele Worte, die L√ľge kann nie genug haben. (Friedrich Nietzsche)

Dixi et salvavi animam meam. - Ich habe gesprochen und meine Seele gerettet.

Man kann nicht nicht kommunizieren (Paul Watzlawick)

Wenn man den Leuten nur begreiflich machen k√∂nnte, dass es mit der Sprache wie mit den mathematischen Formeln sei ‚Äď Sie machen eine Welt f√ľr sich aus - Sie spielen nur mit sich selbst, dr√ľcken nichts als ihre wunderbare Natur aus, und eben darum sind sie so ausdrucksvoll. (Novalis)

Tatsächlich besteht unsere Sprache nur aus fehlerhaft ausgesprochenen Wörtern einiger anderer. (Marcel Proust)

Wenn man √ľber eine Sache nicht redet, ist sie nicht geschehen. Nur wenn wir sie in Worte kleiden, geben wir den Dingen Wirklichkeit. (Oskar Wilde)

Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an. (E.T.A. Hoffmann)

Des Dichters Schwert ist das Wort, der Gesang. (E.T.A. Hoffmann)

Der Klang ist die Seele der Sprache, während die Bedeutungen der Wörter ihr Körper sind. (Herbert Schuldt)

Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gef√ľhle (die hat man fr√ľh genug), ‚Äď es sind Erfahrungen. Um eines Verses willen muss man viele St√§dte sehen, Menschen und Dinge, man muss die Tiere kennen, man muss f√ľhlen, wie die Vogel fliegen, und die Geb√§rde wissen, mit welcher die kleinen Blumen sich auftun am Morgen. Man muss zur√ľckdenken k√∂nnen an Wege in unbekannten Gegenden, an unerwartete Begegnungen und an Abschiede, die man lange kommen sah, ‚Äď an Kindheitstage, die noch unaufgekl√§rt sind, an die Eltern, die man kr√§nken musste, wenn sie einem eine Freude brachten und man begriff sie nicht (es war eine Freude f√ľr einen anderen ‚Äď), an Kinderkrankheiten, die so seltsam anheben mit so vielen tiefen und schweren Verwandlungen, an Tage in stillen, verhaltenen Stuben und an Morgen am Meer, an das Meer √ľberhaupt, an Meere, an Reisen√§chte, die hoch dahinrauschten und mit allen Sternen flogen, ‚Äď und es ist noch nicht genug, wenn man an alles das denken darf. Man muss Erinnerungen haben an viele Liebesn√§chte, von denen keine der andern glich, an Schreie von Krei√üenden und an leichte, wei√üe, schlafende W√∂chnerinnen, die sich schlie√üen. Aber auch bei Sterbenden muss man gewesen sein, muss bei Toten gesessen haben in der Stube mit dem offenen Fenster und den sto√üweisen Ger√§uschen. Und es gen√ľgt auch noch nicht, dass man Erinnerungen hat. Man muss sie vergessen k√∂nnen, wenn es viele sind, und man muss die gro√üe Geduld haben, zu warten, dass sie wiederkommen. Denn die Erinnerungen selbst sind es noch nicht. Erst wenn sie Blut werden in uns, Blick und Geb√§rde, namenlos und nicht mehr zu unterscheiden von uns selbst, erst dann kann es geschehen, dass in einer, sehr seltenen. Stunde das erste Wort eines Verses aufsteht in ihrer Mitte, und aus ihnen ausgeht. (Rainer Maria Rilke)

Das Geheimnis des Langweilens besteht darin, dass man alles sagt. (Voltaire)

Mit meiner Sprache kann ich alles machen - vor allem und sogar nichts sagen - nicht aber mit meinem Körper. Was ich mit meiner Sprache verberge, spricht mein Körper aus. Ich kann nach Belieben meine Botschaft zurechtstutzen aber nicht meine Stimme. (Roland Barthes)

Der Leiermann

Dr√ľben hinterm Dorfe
Steht ein Leiermann
Und mit starren Fingern
Dreht er was er kann.

Barfuß auf dem Eise
Wankt er hin und her
Und sein kleiner Teller
Bleibt ihm immer leer.

Keiner mag ihn hören,
Keiner sieht ihn an,
Und die Hunde knurren
Um den alten Mann.

Und er läßt es gehen,
Alles wie es will,
Dreht, und seine Leier
Steht ihm nimmer still.

Wunderlicher Alter !
Soll ich mit dir geh'n ?
Willst zu meinen Liedern
Deine Leier dreh'n ?

(Wilhelm M√ľller vertont durch Franz Schubert in Winterreise)

Das Wort ist nicht die Sache, sondern ein Blitz, bei dessen Aufleuchten man sie wahrnimmt. (Denis Diderot)

Worte

Worte purzeln aus dem Mund
Kantig, glatt und kugelrund,
saftig, lustig, frech und klug,
segelnd auf dem Atemzug.
Mal als Splitter, mal als Fetzen
oder auch in langen Sätzen
können stolpern oder springen,
hauchen, röcheln oder singen,
können drohen, trösten, schmeicheln,
schlagen, kränken oder streicheln,
Können dir die Welt erklären
dich erleichtern und beschweren,
können zu den Sternen reisen
und den größten Quatsch beweisen.

Worte sprechen alles aus,
stockend, zögernd, frei heraus,
säuselnd, zwitschernd, drohend, lockend,
springend, tanzend, h√ľpfend, rockend.
kreuz und quer und hoch und tief,
manchmal grade, manchmal schief.
Können singen, tanzen, springen
und durch dicke Mauern dringen,.

Worte können dich betören
l√ľgen, prahlen oder schw√∂ren,
dich in tiefstem Schmerz ertränken,
und die höchsten Freuden schenken.

Anfang, Ende, Tod und Leben,
Alles können Worte geben.

(Max Kruse)

Schweigen ist die unerträglichste Form einer Erwiderung. (Gilbert Keith Chesterton)

Die Diskussion ist die Visitenkarte, mit der der Tod reist, wenn er unerkannt bleiben will. (Juan Donoso Cortés)

Aphorismen drehen die Wahrheit solange durch den Sprachwolf, bis sie gequält aufschreit. (Thomas Pynchon)

Sehr oft sind Reiz und Verdienst allein in der endg√ľltigen, der heiter treffenden und erquicklich genauen Formulierung von l√§ngst Gedachtem und Gesagtem zu suchen, womit sich denn freilich ein Neuigkeitszug und ‚Äďreiz, eine tr√§umerische K√ľhnheit und hohe Gewagtheit verbindet, die den Atem benimmt ‚Äď ja dieser Widerspruch von artiger Convenienz und Verwegenheit, ja Tollheit ist gerade die Quelle der s√ľ√üen Verwirrung, welche dieser einzigartige Autor uns zuf√ľgt. (Thomas Mann)

Das Leben ist weder einfach noch verzwickt, weder klar noch dunkel, weder widerspruchsvoll noch zusammenhängend. Das Leben ist. Die Sprache allein ordnet oder verwirrt es, erhellt oder verdunkelt es, zerstreut oder vereinigt es. (Antoine de Saint-Exupéry)

Wenn man das Element der Intention aus der Sprache entfernt, so bricht damit ihre ganze Funktion zusammen. (Ludwig Wittgenstein)

Zitieren heißt benennen, und benennen statt Sprechen, das Wort und nicht der Satz, bringt die Wahrheit ans Licht. (Hanna Arendt)

Die Worte d√ľrfen nur die streng ma√ügeschneiderte Gewandung des Gedankens sein. (Jules Renard)

Die Worte sind das Kleingeld des Gedankens. Es gibt Schw√§tzer, die uns mit Groschen abspeisen. Andere dagegen zahlen nur mit Goldm√ľnzen. (Jules Renard)

Keine noch so ausgefeilte schriftliche Korrespondenz kann die Impulse und die positive Energie ersetzen, die vom persönlichen Erleben und von Gesprächen von Angesicht zu Angesicht ausgehen.

I ne faut jamais user √† l¬ī√©gard de l¬īaversaire ‚Äď m√™me id√©al ‚Äď d¬īarguments ni d¬īinvecives que soi-m√™me, seul avec soi, on ne supporterait pas d¬ī√©mettre, qui ne se peuvent v√©ritablement penser, qui n¬īont de force que publique, qui font honte de mis√®re dans la nuit de la solitude.

Man darf niemals im Hinblick auf einen Gegner ‚Äď auch auf einen angenommenen nicht ‚Äď Argumente gebrauchen und Ausf√§lle machen, die man, mit sich allein, vorzubringen nicht ertragen w√ľrde, die nicht wirklich gedacht werden k√∂nnen, die nur publikumswirksam sind, aber in der Nacht und der Einsamkeit uns in Schande und Elend st√ľrzen. (Paul Val√©ry)

Von zwei m√∂glichen W√∂rtern ist immer das schlichtere zu w√§hlen. (Paul Val√©ry)

Die Sprache hat das Denken nie zu Gesicht bekommen. (Paul Valéry)

Selten sind die Menschen, die das Zuhören verstehen. (Hermann Hesse)

Die Sprache erm√∂glicht uns, nicht hinschauen zu m√ľssen. (Paul Val√©ry)

Stil entsteht aus Denkschärfe, die sich der Unzulänglichkeit, der Trägheit, dem vage Durchschnittlichen der Sprache entgegenstellt und ihr erfolgreich Gewalt antut. Stil entsteht aus Kampf. (Paul Valéry)

Die Worte sind nur das √Ąu√üere der Gedanken. Es ist t√∂richt, wenn man nur das √Ąu√üere ansehen wollte und dar√ľber die Gedanken vernachl√§ssigte. (Fr√ľhling und Herbst des L√ľ Bu We)

Der Name ist der Gast der Wirklichkeit. (Dschuang Dsi)

Worte sind doch kein bloßer Hauch! Wer redet muss auch etwas zu sagen haben. (Dschuang Dsi)

G√ľtige Worte gehen den Menschen nicht so tief zu Herzen wie ein g√ľtiger Ton. (Mong Dsi)

Sprich langsam, aber handle schnell. (Mong Dsi)

Worte, die von Nahem handeln und doch auf Fernes deuten, sind gute Worte. Sich auf das Wichtigste beschränken und doch in Breite wirken, das ist ein guter Grundsatz. (Mong Dsi)

Trifft man einen, mit dem es sich verlohnte, und redet nicht mit ihm, so hat man einen Menschen verloren. Trifft an einen, mit dem zu reden sich nicht verlohnt, und redet doch mit ihm, so hat man seine Worte verloren. (Konfuzius)

Bei amtlichen Schriftst√ľcken machte Bi Schen den ungef√§hren Entwurf; Schi Schu verbesserte und erwog; der Minister des Ausw√§rtigen, Dsi Y√ľ, ordnete den Stil; Dsi Tschan von Dung Li (Ostdorf) gab dem Ganzen den letzten Schliff. (Konfuzius)

Vollkommene Rede ist ohne Worte, vollkommenes Tun ist ohne Handeln. Was alle Weisen wissen, ist flach. (Liä Dsi)

Ein Wort kann alles verderben; ein Mann kann den ganzen Staat festigen. (Konfuzius)

Die Art des Wohlbefindens, welche eine belebte Unterhaltung gew√§hrt, besteht gerade nicht in dem Gegenstande dieser Unterhaltung; nicht die Ideen und die Kenntnisse, die man darin entwickeln kann, bilden das Haupt-Interesse. Dies geht hervor aus einer gewissen Manier, aufeinander zu wirken, sich gegenseitig und rasch Vergn√ľgen zu machen, so schnell zu sprechen wie man denkt, sich selbst mit Wohlgefallen zu empfinden, Beifall ohne Anstrengung zu ernten, seinen Verstand in allen Abstufungen durch Ton, Geb√§rde und Blick zu offenbaren und, nach Belieben, eine Art von Elektrizit√§t hervorzubringen, deren spr√ľhende Funken die Lebhaftigkeit der einen m√§√üigt und die unangenehme Apathie der anderen verbannt. (Madame de Stael)

Ein Mann, der sich beim Reden zuhört, ist immer ein Dummkopf (Prince de Ligne)

Die Poesie wird nicht aus Regeln geboren, sondern die Regeln aus der Poesie. (Carlo Mollino)

Alles ist erlaubt, solange es fantastisch ist. (Carlo Mollino)

Sprachk√ľrze gibt Denkweite. (Jean Paul)

Poesie ist wie ein Duft, der sich verfl√ľchtigt und dabei in unserer Seele die Essenz der Sch√∂nheit zur√ľckl√§sst. (Jean Paul)

Kein Eisen vermag so schneidend kalt ins menschliche Herz zu dringen wie ein zur rechten Zeit gesetzter Punkt. (Isaak Babel)

Schweigen, das ist die gewaltigste Rede, die ein Mensch mit sich f√ľhren kann. (Albert Paris G√ľtersloh)

In verschwätzten Zeiten, in Zeiten der sprachlichen Machtlosigkeit bedarf die Sprache neuer Schutzzonen. (Botho Strauss)

Schreiben können viele, lesen aber nur wenige. (Teixeira de Pascoaes)

Verse sind die s√ľ√üeste Weise, bitteres zu sagen. (Teixeira de Pascoaes)

Das Wort ist die Illusion der Tat. (Teixeira de Pascoaes)

Das Wort ist die unsterbliche Krone der Tat. (Teixeira de Pascoaes)

Groß ist die Kraft der dichterischen Schönheit im lebendigen Atem des Wortes. Dichter sein heißt: den Worten Leben einhauchen, das ist alles. (Teixeira de Pascoaes)

Nur die Dichter haben die Gabe der Weisheit. Wir vermögen die Wahrheit als menschgewordene Wirklichkeit nur dunkel zu ahnen, in ein paar großen Gedichten und mehr vielleicht in ihrer Musik als im Sinn der Worte. Der Grundstoff des Kosmos ist eine Harmonie von Tönen. … Das Wort allein ist die wahre Musik. (Teixeira de Pascoaes)

So lernt ich traurig den Verzicht, kein Ding sei, wo das Wort gebricht. (Stefan George)

Wie erf√ľllt das blo√üe Wort Sch√∂nheit alles Leben mit Duft. (Teixeira de Pascoaes)

Ein sprechender Mensch leuchtet und lebt. (Teixeira de Pascoaes)

Das Schweigen ist das Wort des Teufels. (Teixeira de Pascoaes)

Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen. (Charles Maurice de Talleyrand-Périgord)

K√ľrze sollte niemals auf Kosten der Genauigkeit gehen. (Charles Maurice de Talleyrand-P√©rigord)

Der Stil ist f√ľr den Schriftsteller wie die Farbe f√ľr den Maler nicht eine Frage der Technik, sondern der Anschauung. (Marcel Proust)

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